EU-Jugendstrategie / Kinder- und Jugendpolitik

London, 12 Points: 3. Europäisches Partnertreffen von youthpart

Zufriedene Gesichter bei youthpart und seinen europäischen Partnern nach dem Partnertreffen in London
Bild: Nadine Karbach   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0 Zufriedene Gesichter bei youthpart und seinen europäischen Partnern nach dem Partnertreffen in London

Das Projekt youthpart entwickelt zusammen mit seinen europäischen Partnern Guidelines für effektive Jugendbeteiligung online. Auf dem nunmehr dritten Partnertreffen, welches am 25. und 26. April in London stattfand, wurden diese weiter verbessert. Ebenso auf der Agenda standen der Austausch zu den beiden gemeinsamen Veranstaltungen und eine Datenbank für Good-Practice-Beispiele. Volles Programm also für alle Beteiligten.

Von Nadine Karbach

Der britische Partner, der British Youth Council, hatte alles für das dritte Treffen der europäischen Partner zur Verfügung gestellt: Räume, Technik, Verpflegung. Den Inhalt gestalteten die Partner gemeinsam. Dabei ging es vorranging um die Weiterentwicklung der Guidelines. Der Input des Beirats von youthpart wurde im Vorfeld verschickt, ebenso wie die Beiträge einiger europäischer Partner. Natürlich gab es auch während der Besprechung noch ausführlich Gelegenheit Beiträge hinzuzufügen.
Und es gab viel zu besprechen: Zum Beispiel beschlossen die Partner den bisherigen Ablauf (Implementation Phase - Input Phase -Output/Outcome Phase) um eine weitere vorangestellte Phase zu erweitern, die „Development Phase“. Außerdem soll die Evaluation eines Online-Beteiligungsprojektes stärker berücksichtigt werden. „Die Erkenntnisse daraus können wieder in die nächste „Development Phase“ eingehen, oder als Good Practice im Rahmen von fachlichem Austausch weitergegeben werden,“ erläutert Projektkoordinatorin Nadine Karbach diesen Schritt.

Der fachliche Austausch ist das Herzstück dieser europäischen Zusammenarbeit, die sich inhaltlich vorrangig mit der Entwicklung der Guidelines befasst, und sich methodisch des sogenannten Peer-Learning-Konzeptes bedient, das aus dem europäischen Methodenbausatz zur Weiterentwicklung der europäischen Jugendpolitik stammt. Das Konzept des Voneinander-Lernens (Peer-Learning) stellt eine Kernkomponente zur jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa dar. Dies wird auch durch die EU-Jugendstrategie unterstrichen.
Inhaltlich tragen youthpart und seine europäischen Partner durch ihren Austausch und die Weiterentwicklung des Feldes ePartizipation Jugendlicher zur EU-Jugendstrategie im Handlungsfeld Beteiligung und Teilhabe bei.

Darüber hinaus wurden auch die beiden gemeinsamen Veranstaltungen besprochen: das Peer-Learning-Seminar in Helsinki, sowie das europäische JugendBarCamp in Wien. Ersteres findet vom 19. bis 20. August statt und stellt den praktischen Austausch guter Ansätze sowie die thematische Weiterentwicklung in den Mittelpunkt. Dazu sendet jeder europäische Partner eine Fachdelegation, um das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Die Ausschreibung für die deutsche Delegation wird in Kürze veröffentlicht. Weiter ging es auch um das europäische JugendBarCamp, welches vom 18. bis 20. Oktober in Wien stattfindet. Im Fokus steht dabei die Weiterentwicklung der Guidelines mit jungen Menschen sowie die Möglichkeit, eigene Themen im Bereich digitaler Beteiligung zu diskutieren.

Zum Schluss stand noch der erste Entwurf der Online-Datenbank für Good-Practice-Beispiele auf der Agenda. Das Feedback der Partner vom vorangegangenen Treffen im November in Bonn war integriert worden, und nun stand der erste Live-Entwurf zur Verfügung. Dabei sollen sich die Good-Practice-Beispiele an den Guidelines für effektive Jugendbeteiligung online orientieren.

Das vierte und letzte Partnertreffen wird am 12. und 13. Dezember in Madrid beim spanischen Partner Injuve stattfinden.

Quelle: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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