EU-Jugendstrategie / Europa

Länder und Bund wollen Umsetzung der EU-Jugendstrategie gemeinsam koordinieren

Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) bekräftigt die Bereitschaft der Bundesländer, sich aktiv bei der Umsetzung der Jugendstrategie in Deutschland zu engagieren.

Für eine erfolgreiche Umsetzung der EU-Jugendstrategie vom November 2009 (siehe NEWS) in Deutschland haben die Bundesländer auf ihrer Jugend- und Familienministerkonferenz eine entscheidende Grundlage geschaffen.

Ohne Gegenstimme nahmen sie Ende letzter Woche einen Beschluss an, in der sie die Jugendstrategie als „eine große Chance für die Weiterentwicklung der Jugendpolitik in Deutschland“ bezeichnen und die nationale Umsetzung der EU-Jugendstrategie als für geeignet halten, zur Verbesserung der Lebenslagen junger Menschen beizutragen.

Die Länder erklärten insbesondere, die regionale und lokale Umsetzung im Rahmen eigener Zuständigkeit aktiv zu befördern und dazu in jeder Obersten Landesjugendbehörde eine für die Umsetzung der europäischen Jugendstrategie zuständige Stelle zu bestimmen.

Konkretere Rahmensetzungen zu jugendpolitischen Schwerpunkten und zum Einsatz der Instrumente sowie jugendpolitische Leitorientierungen seien nun zu erarbeiten. Die AG der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden sind aufgefordert, gemeinsam mit dem Bund eine geeignete Form der Bund-Länder-Koordination zu entwickeln.

Für den Zeitraum bis 2013 sehen die Bundesländer zunächst folgende thematische Schwerpunktsetzungen als vorrangig an:

•Überwindung der Jugendarmut und ihre Folgen;
•Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen mit besonderem Blick auf Übergänge in die Arbeitswelt;
•Soziale gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation junger Menschen;
•Anerkennung der Bedeutung informeller und nicht-formaler Bildung unter Wahrung der spezifischen Strukturen und Leistungen der Jugendarbeit;
•Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund sowie von sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten Jugendlichen;
•Chancen durch Mobilität zu Lernzwecken.
Damit bekräftigt man einerseits europaweit vereinbarte thematische Schwerpunkte aus der Entschließung zur Jugendstrategie und folgt andererseits denjenigen Bereichen, die von der AGJ in den fachlichen Debatten innerhalb der Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe in den vergangenen Monaten (siehe NEWS) ausgemacht wurden.

Quelle: jugendpolitikineuropa.de

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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