EU-Jugendstrategie

EU-Jugendstrategie: Bund-Länder AG klärt Weiterarbeit am dritten Themenkorridor

Hände bilden einen Kreis
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In ihrer Sitzung Ende November 2012 befasste sich die Bund-Länder AG zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie mit dem weiteren Vorgehen zur Klärung des dritten Themenkorridors "Anerkennung und Sichtbarmachung der nicht formalen und informellen Bildung in der Jugendarbeit".

Hier verfolgten Bund und Länder bisher als wichtiges Ziel die Anerkennung und ggf. Nutzbarmachung von außerschulischen, im Kontext von nicht formalen und informellen Lernorten erworbenen Kompetenzen und/oder Bildungserfahrungen junger Menschen. Dies bedeutet einerseits, dass Jugendliche erkennen lernen, welche Kompetenzen sie im Rahmen der Angebote der Jugendarbeit erworben haben. Andererseits ermöglicht die Anerkennung von informellen und non formalen Bildungserfahrungen auch deren Nutzbarmachung durch Dritte.

Insbesondere hinsichtlich der europäischen Debatte um die Validierung von Ergebnissen des nicht formalen und informellen Lernens geht es der Bund-Länder AG gerade auch um die Sichtbarmachung der eigenständigen Standards der Jugendarbeit. Die aktuelle europäische Initiative der besseren Anerkennung setzt auf die Anschlussfähigkeit an die berufliche Weiterbildung und die Verwertbarkeit des Erlernten für den Arbeitsmarkt.

In der letzten Sitzung des Jahres 2012 wurde deshalb ebenfalls der Stand der politischen Debatte um die Ratsempfehlung zur Validierung der Ergebnisse nicht formalen und informellen Lernens in der EU besprochen. Die Ratsgruppe „Jugend" hatte sich dafür eingesetzt, dass das Verständnis von Jugendarbeit dort mehr Berücksichtigung findet. In der Folge beinhaltet der vom Bildungsministerrat angenommene Text zwar Referenzen zu jugendpolitischen Initiativen, die dann aber bei den Beschreibungen des Gegenstandes selbst wieder keine Rolle spielen. Danach werde nämlich, so wurde berichtet, Jugendarbeit weitgehend als informelles Lernen gefasst, was den aktuellen Debatten im Jugendbereich nicht gerecht würde.

Gerade auch angesichts dieser Entwicklungen diskutierten die Mitglieder der Bund-Länder AG die richtigen Schritte für eine besseren Sichtbarmachung und Anerkennung der Lernleistungen und der Ergebnisse von Angeboten der Jugendarbeit. Ein erster Schritt der Bund-Länder AG ist die Beschreibung übergreifender Kriterien für Nachweise und für die Qualität der Bildungsprozesse. Dies wird auch als eine Möglichkeit für die Anschlussfähigkeit an die europäische Debatte und den sich daraus ergebenden Anforderungen gesehen.

Ferner verständigten sich die Vertreter und Vertreterinnen von Bund und Ländern auf ihre Arbeitsschwerpunkte für 2013. Es ist das letzte Jahr der ersten Phase der Umsetzung in Deutschland, weshalb die Bilanzierung der bisherigen Umsetzung und der Kooperationsform eine Priorität darstellen wird. Dies umfasst beispielsweise die Auswertung der bisherigen Bund-Länder Zusammenarbeit und Vorbereitungsarbeiten für die zweite Phase der Umsetzung. Bezogen auf die Themenkorridore „Übergänge" und „Partizipation" wird die Bund-Länder AG ihre inhaltliche Ausrichtung vor dem Hintergrund der neuen jugendpolitischen Schwerpunkte der EU für den Zeitraum bis 2015 überprüfen.

Die Mitglieder der Bund-Länder-AG wollen außerdem im Jahr 2013 den europäischen Fachaustausch mit Kollegen und Kolleginne anderer Regionen in der EU zur Verankerung der EU-Jugendstrategie vor Ort weiter führen. Vorgesehen ist eine gemeinsame Fachveranstaltung mit dem Ausschuss der Regionen (AdR) im Herbst des nächsten Jahres.

Quelle: JUGEND für Europa - Servicestelle zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland

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Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • Grundlagen zur EU-Jugendstrategie

    Die Staaten der Europäischen Union haben sich auf das jugendpolitische Ziel verständigt, bis 2018 die Lebenslagen junger Menschen zu verbessern. Dafür sollen mehr Möglichkeiten und mehr Chancengleichheit für alle jungen Menschen in Bildung und Arbeit geschaffen werden. Auch das freiwillige Engagement junger Menschen und ihre soziale Eingliederung junger Menschen soll gestärkt werden.

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  • Die Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Der Bund und die Länder setzen die EU-Jugendstrategie in Deutschland gemeinsam um. Sowohl der Bund als auch die Länder haben ihre Positionen zur Ausrichtung der jugendpolitischen Zusammenarbeit der EU im Vorfeld eingebracht. Impulse aus der EU-Jugendstrategie sollen als Motor für die Weiterentwicklung und Qualifizierung von Praxis und Politik der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland nutzbar gemacht werden.

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  • Arbeitsprogramm von Bund und Ländern
    Team
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    Es gibt vielfältige Aktivitäten zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland. Bund und Länder setzen eine Reihe von Maßnahmen individuell um, haben sich aber auch eine gemeinsame Agenda gesetzt. Das Arbeitsprogramm der Bund-Länder Arbeitsgruppe zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland für den Zeitraum 2014 – 2018 beschreibt konkrete fachliche Vorhaben. Im Fokus steht dabei, Entscheidungsträger und Fachkräfte der Kinder und Jugendhilfe, insbesondere auf der kommunalen Ebene, zu erreichen.

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  • Mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die  Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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  • EU-Jugenddialog – Strukturierter Dialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals fassen zusammen, welche Themen junge Menschen in Europa bewegen und was sie von Jugendpolitik bzw. von Politik für junge Menschen erwarten und sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen.

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  • Die EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Am 26. November 2018 nahm der Rat der EU eine Entschließung mit dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ an. Damit legten die Mitgliedstaaten die Eckpunkte der jugendpolitischen Zusammenarbeit für die nächsten neun Jahre fest.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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