EU-Jugendstrategie / Kinder- und Jugendpolitik

Erasmus+ JUGEND IN AKTION: Projekte des EU-Jugenddialogs veröffentlicht

Jugendliche halten frabige Schilder hoch auf denen Icons mit hochgestrecktem Daumen zu sehen sind
Bild: rawpixel.com

JUGEND für Europa hat eine aktualisierte Förderstrategie zur Leitaktion 3 – Projekte des EU-Jugenddialogs vorgelegt. Mit der Leitaktion 3 stellt das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION ein Förderbudget für Projekte des EU-Jugenddialogs zur Verfügung. Die Strategie gibt Anregungen, wie diese Fördermittel bestmöglich genutzt werden können.

Sich am demokratischen Leben Europas zu beteiligen – dazu werden junge Menschen mittlerweile oft aufgefordert. Das funktioniert aber nur, wenn sie mitreden und mitgestalten können. Hierfür gibt es den EU-Jugenddialog zwischen jungen Menschen und Entscheidungsträgern. Der EU-Jugenddialog ist das Jugendbeteiligungsinstrument der EU-Jugendstrategie. Mit dieser Strategie wollen die Länder der EU bis 2027 dazu beitragen, dass Politik, die Jugendliche betrifft, auch jugendgerecht ist. Jugendliche sollen außerdem dabei unterstützt werden, ihre Lebenswelt als aktive und solidarische Bürger zu gestalten.

Jugendbeteiligungsinstrument der EU-Jugendstrategie

Mit dem EU-Jugenddialog werden Jugendliche „von unten nach oben“ in die Gestaltung europäischer Politik einbezogen. Er fördert so die aktive Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben in Europa. Der Dialog kann in unterschiedlicher Form stattfinden. Er ist aber immer durch ausgewählte Themen und feste Zeitläufe strukturiert.

Diese Projekte fördern vor allem

  • die aktive Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben,
  • unterstützen Diskussionen zu den Aktionsbereichen und Themen der EU-Jugendstrategie und den Europäischen Jugendzielen
  • und regen den Dialog zwischen Jugendlichen und politisch Verantwortlichen an.

Um die begrenzten Mittel in dieser Leitaktion möglichst sinnvoll mit dem europäischen Prozess des EU-Jugenddialogs zu verbinden, hat JUGEND für Europa eine Förderstrategie entwickelt, die Kriterien für eine nachhaltige Umsetzung der Projekte des EU-Jugenddialogs beschreibt.

Kriterien für eine nachhaltige Umsetzung des EU-Jugenddialogs

So sollten an diesen Projekten möglichst viele Jugendliche mit unterschiedlichen Hintergründen beteiligt und aktiv in deren Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einbezogen. Hier sollten gemäß der Governance für den EU-Jugenddialog auch Jugendliche mit geringeren Chancen und Unterstützungsbedarf sowie Jugendliche, die nicht in Jugendverbänden organisiert sind, angesprochen werden.

Die Aktivitäten selbst sollten in Zusammenarbeit mit weiteren Strukturen und Organisationen aus der Jugendarbeit/-hilfe und anderen Bereichen (z.B. Schulen) und/oder Jugendverbänden und Jugendringen mit dem Ziel der Einbeziehung möglichst vieler Jugendlicher durchgeführt. Die Projekte beteiligen sich, wenn von den Zeitläufen möglich, an den Konsultationen, die im Rahmen des EU-Jugenddialogs vom Deutschen Bundesjugendring (DBJR) durchgeführt werden.

Die in der Förderstrategie beschriebenen Anforderungen beschreiben ein idealtypisches Modell für Projekte des EU-Jugenddialogs. Sie richten sich dabei insbesondere an Projektträger/-innen, die mit ihrem Projekt eine größere Reichweite anstreben.

Um einen Antrag im Rahmen der Leitaktion 3 zu stellen, müssen nicht alle diese Anforderungen erfüllt werden. Dies gilt insbesondere für kleinere Projekte, die eine entsprechend geringere Reichweite anstreben.

Weitere Informationen

Die vollständige Förderstrategie zur Leitaktion 3 – Projekte des EU-Jugenddialogs (PDF, 254 KB) steht bei JUGEND für Europa als Download zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist in diesem Jahr ist der 7. Mai 2020.

Weitere Informationen zur Förderung von Projekten des EU-Jugenddialogs durch Erasmus+ finden sich auf der Webseite zu Erasmus+ JUGEND IN AKTION.

Weitere Informationen und hilfreiche Tipps zur Durchführung des EU-Jugenddialogs finden Sie auch auf den Webseiten des DBJR unter www.jugenddialog.de

Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe informiert zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie auf seinen Sonderseiten: www.jugendhilfeportal.de/fokus/eu-jugendstrategie/

Quelle: JUGEND für Europa

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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