EU-Jugendstrategie / Europa

Das Europäische Parlament äußert sich zur EU-Jugendstrategie

Mit seiner Entschließung vom 18. Mai begrüßt das EP die EU-Jugendstrategie grundsätzlich, präsentiert eine Vielzahl von Anmerkungen und drängt auf eine engere Zusammenarbeit mit der Kommission und dem Rat.

Mit insgesamt 106 Anmerkungen hat es wohl selten zuvor eine so umfangreiche Stellungnahme des Europäischen Parlaments im Bereich "Jugend" gegeben. Mit Bezug auf die aktuelle Wirtschaftskrise setzte sich das EP dabei besonders intensiv mit dem Thema "Jugend und Beschäftigung - Jugendarbeitslosigkeit" auseinander. Daneben gibt es grundlegende Aussagen und Forderungen auch zur aktiven Teilhabe Jugendlicher, zu Kinderrechten und zum Jugendschutz.

Daneben bekräftigt die Entschließung die besondere Rolle von Jugendbetreuern und begrüßt ausdrücklich die mit der Jugendstrategie verbundene Absicht, deren Fachausbildung auf den Gebieten Kultur, neue Medien und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Darüber hinaus fordert das EP die EU-Kommission auf, im Rahmen neuer Mobilitätsprogramme ein besonderes Augenmerk auf die Mobilität von Jugendbetreuern zu legen. Sonderregelungen für Visa, die derzeit für Studenten gelten, sollten auf Jugendbetreuer ausgeweitet werden.

Wenn es um zukünftige Instrumente der Umsetzung geht, sind besonders die Punkte 17 und 18 hervorzuheben. In ihnen heißt es:

- Das Europäische Parlament unterstreicht die wichtige Rolle, die die Programme Comenius, Erasmus und Leonardo da Vinci bei der Entwicklung europäischer Politiken im Bereich der Aus- und Weiterbildung spielen; weist erneut auf seine politische Priorität hin, die darin besteht, diese Programme als Eckstein bei der Entwicklung der Europäischen Jugendstrategie anzusehen, insbesondere was die nächste Generation von Mehrjahresprogrammen betrifft;

 

- Das Europäische Parlament ist der Ansicht, dass noch mehr getan werden sollte, um die Mobilität junger Menschen in Europa zu fördern, und dass es in den Mobilitätsprogrammen ausreichende Möglichkeiten und genügend Berücksichtigung für den Austausch junger Menschen außerhalb der formalen Bildung geben muss.

Den vollständigen Text finden Sie auf den Seiten des Europäischen Parlaments: www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do

Mehr Informationen unter:

http://www.jugendpolitikineuropa.de/europzusammen/news-624.html

Herausgeber: JUGEND für Europa - Deutsche Agentur für das EU-Aktionsprogramm JUGEND IN AKTION

 

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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