EU-Jugendstrategie / Europa

Bund-Länder AG diskutiert Maßnahmen für die Sicherung eines eigenständigen EU-Jugendprogramms

Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel

Am 8. November 2011 trafen sich Vertreter und Vertreterinnen der obersten Landesjugendbehörden und des BMFSFJ zur 6. Sitzung der Bund-Länder AG für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Berlin.

Mit Blick auf die neue Programmgeneration ab 2014 herrschte Einstimmigkeit darin, die Eigenständigkeit eines EU-Jugendprogramms weiterhin zum obersten Ziel zu machen. Es wurde verabredet, den bereits von Deutschland erzeugten Druck auf die EU-Institutionen weiter aufrecht zu halten, indem Bund und Länder jeweils in ihrem Zuständigkeitsbereich über die negativen Konsequenzen einer Aufnahme des Jugendbereichs in ein europäisches Bildungs- und Lernprogramm breit aufklären. Der hohe Stellenwert des Anliegens machte deutlich, dass ein EU-Jugendprogramm von der Bund-Länder AG als Voraussetzung für eine erfolgreiche Verankerung jugendpolitischer Ziele der EU in der Praxis gesehen wird.

In der Sitzung wurde als ein weiterer Tagesordnungspunkt die Vorbereitung des nationalen Berichts zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie besprochen. Die Europäische Kommission erwartet von allen Mitgliedstaaten Informationen über Aktivitäten und Ergebnisse der ersten Phase der jugendpolitischen Zusammenarbeit bis Ende Januar 2012. Die Berichte der Mitgliedstaaten und eine Analyse aktueller Statistiken zu Lebenslagen junger Menschen in der EU sollen den 2. Europäischen Jugendbericht bilden. Die Erkenntnisse werden politisch beraten und stellen die Grundlage für die Abstimmung der Prioritäten für die 2. Phase 2013 bis 2015 dar. Die Länder werden sich an der Vorbereitung des Berichts durch den Bund aktiv beteiligen.  

Bund und Länder befassten sich in ihrer 6. Sitzung darüber hinaus mit drei zentralen Fragen für die Umsetzung in Deutschland. Dazu gehörten das Eckpunktepapier des BMFSFJ zur Entwicklung und Perspektiven einer Eigenständigen Jugendpolitik und der Vorschlag des Deutschen Jugendinstituts zur Evaluation des Umsetzungsprozesses.

Last but not least wurde das Arbeitsprogramm der Bund-Länder AG für das Jahr 2012 vereinbart, das u.a. ein Mehr an fachpolitischem Austausch mit anderen Regionen der EU vorsieht. Dafür soll unter anderem eine interregionale Konferenz zur Rolle von Ländern und Regionen in der Jugendpolitik veranstaltet werden. Die Arbeit an der Förderung der Mobilität von jungen Menschen und Fachkräften wird in 2012 ein weiterer Schwerpunkt sein. Bund und Länder wollen sich im nächsten Jahr auch stärker über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Strukturierten Dialog austauschen. 

Quelle: jugendpolitikineuropa.de

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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