Arbeitsprogramm von Bund und Ländern

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Die Bund-Länder Arbeitsgruppe setzt ein gemeinsames Arbeitsprogramm um. Darüber hinaus ergreifen Bund und Länder Maßnahmen in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen und beteiligen daran die Akteure der Jugendhilfe und junge Menschen selbst. Im Arbeitsprogramm haben sich Bund und Länder auf gemeinsame Vorhaben für alle drei Themenkorridore verständigt. Das sind beispielsweise:

  • europäische Impulse für die jugendbezogene Partizipationskultur in Deutschland nutzbar machen,
  • den Strukturierten Dialog verbreiten,
  • junge Menschen in die Vorbereitung und Entwicklung einer EU-Jugendstrategie nach 2018 einbeziehen,
  • die Fachlichkeit bei der Förderung von europäischen Mobilitätsangeboten für benachteiligte junge Menschen in Programmen und Konzepten der Jugendsozialarbeit stärken,
  • den europäischen Fachaustausch für die Weiterentwicklung von Angeboten und Methoden des fachlichen Handelns in der Jugendsozialarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Ansprache besonders schwer erreichbarer Jugendlicher, nutzen,
  • fortlaufend über den Umsetzungsprozess auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe informieren

Strategien und Initiativen des Bundes

Der Bund verfolgt die Umsetzung der EU-Jugendstrategie auch im Rahmen eigener Strategien und Initiativen („Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft, „Jugend Stärken“), durch die Initiierung und Umsetzung multilateraler Kooperationsprojekte (Peer Learning Verfahren) sowie durch den Nationalen Dialog zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie mit der Fachwelt (z.B. Beirat des Bundes, Forum zu Perspektiven Europäischer Jugendpolitik) und der Jugend (Strukturierter Dialog).

Mit europäischen und internationalen Partnerländern wird in verschiedenen Peer-Learning-Prozessen zusammengearbeitet. In diesen tauschen Ministerien, Expertinnen und Experten und andere Akteure aus den jeweiligen Themenfeldern geeignete nationale Strategien und Programme aus.

Das BMFSFJ hat zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie drei Projekte eingerichtet:

  • die Service- und Transferstelle EU-Jugendstrategie bei JUGEND für Europa, die im Wesentlichen die Bund-Länder-Zusammenarbeit koordiniert und den jugendpolitischen Transfer Deutschland – EU unterstützt,
  • die Koordinierungsstelle zum Strukturierten Dialog beim DBJR,
  • die wissenschaftliche Begleitung des Umsetzungsprozesses beim Deutschen Jugendinstitut.

Aktivitäten der Länder

Die Länder entwickeln ihre Aktivitäten entsprechend ihrer grundsätzlichen Aufgabenbereiche gegenüber den örtlichen Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe. Die konkrete Umsetzung und Initiierung von Maßnahmen entscheiden die Länder jeweils in eigener Zuständigkeit. Beispiele von Aktivitäten sind:

  • die Bereitstellung eines Informations- und Beratungsangebotes über Hintergründe, Themenstellungen und Fördermöglichkeiten der EU, des Bundes und des Landes im Zusammenhang mit der EU-Jugendstrategie,
  • die Durchführung von regionalen Informationsveranstaltungen, Nutzung bestehender Beratungsstrukturen von Trägern und kommunalen Jugendämtern zur Information über die EU-Jugendstrategie,
  • Stärkung des Jugendaustauschs und der internationalen Begegnung von jungen Menschen,
  • Absicherung und Weiterentwicklung vorhandener Partizipationsangebote für junge Menschen auf kommunaler und Landesebene und thematische Erweiterung auf Fragen mit europapolitischer Bedeutung. Stärkung von Partizipation und Teilhabe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Unterstützung der Aktivitäten zum Strukturierten Dialog auf Landesebene,
  • Qualifizierungsangebote für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und für Entscheidungsträger/-innen aus Verwaltung und Politik unter Nutzung der europäischen Förderprogramme,
  • Beratung zur Stärkung der Inanspruchnahme von Fachkräftebegegnungen innerhalb Europas durch Fachkräfte von Ländern und Kommunen.