Digitalisierung und Medien / EU-Jugendstrategie

Youthpart und seine europäischen Partner - Europäische Jugendpolitik zum Anfassen und Mitmachen

Papier
Bild: Christian Giesecke Youthpart entwickelt Guidelines für e-Partizipation Jugendlicher

Das youthpart-Projekt entwickelt gemeinsam mit seinen europäischen Partnern die „Guidelines für gelingende ePartizipation Jugendlicher in Entscheidungsprozessen auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene“, kurz Guidelines genannt. Dieser Prozess ist ein Beitrag zur Weiterentwicklung der europäischen Jugendpolitik. Jetzt öffnen youthpart und seine Partner diesen Prozess – und freuen sich auf Anregungen.

Von Nadine Karbach

Der fachliche Austausch ist das Herzstück dieser europäischen Zusammenarbeit, die sich inhaltlich vorrangig mit der Entwicklung der Guidelines zur ePartizipation befasst. Methodische Grundlage der Zusammenarbeit bildet das sogenannte Peer-Learning-Konzept. Dieses stammt aus dem europäischen Methodenbausatz zur Weiterentwicklung der europäischen Jugendpolitik  und stellt eine Kernkomponente zur jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa dar. Dies wird auch durch die EU-Jugendstrategie unterstrichen.

Inhaltlich tragen youthpart und seine europäischen Partner durch ihren Austausch zur Weiterentwicklung der EU-Jugendstrategie im Handlungsfeld Beteiligung und Teilhabe bei.  Reichlich Expertise ist garantiert: Die europäischen Partner von youthpart kommen aus Finnland, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Österreich und sind Expert(inn)en im Bereich der internationalen Jugendarbeit oder Mitarbeiter/-innen in nationalen Jugendministerien. Ebenso ist die Europäische Kommission bei diesem neuen Prozess zur Weiterentwicklung europäischer Jugendpolitik beteiligt.

Gestartet wurde dieser europäische Entwicklungsprozess zu den Guidelines mit der internationalen Auftaktkonferenz von youthpart im Juni 2012 in Berlin, auf der auch das erste Zusammentreffen der europäischen Partner stattfand. Die Ergebnisse der Konferenz  sowie des nationalen Fachbeirates vom youthpart-Projekt wurden in den ersten Entwurf der Guidelines aufgenommen . Weitere eigenständige Arbeitstreffen der europäischen Partner folgten, und die Guidelines wurden weiter (Bonn, November 2012 | London, April 2013) diskutiert und weiterentwickelt. Im Dezember findet in Madrid beim spanischen Partner INJUVE das vierte und letzte Partnertreffen statt, bevor die Guidelines auf der Abschlusskonferenz im April 2014 präsentiert werden. Die Guidelines sollen eine wertvolle Quelle mit nützlichen Anregungen für all diejenigen werden, die einen Online-Beteiligungsprozess mit Jugendlichen erfolgreich realisieren wollen.

Jetzt öffnen youthpart und seine Partner diesen Entwicklungsprozess, insbesondere für Praktiker-/Innen und Jugendliche. Unter anderem in Form von zwei europäischen Veranstaltungen werden fachliche Rückmeldungen eingeholt. Dies fand zum einen während des Peer-Learning Seminars in Helsinki statt, wo vom 19.-20. August dreißig Expert(inn)en aus der Praxis sowie die youthpart-Partner aus sechs europäischen Ländern zusammen kamen.

Beim ersten Europäischen Jugend BarCamp in Wien stehen die jungen Menschen und ihr Feedback im Mittelpunkt: Vom 18.-20. Oktober setzen sie sich mit den Guidelines auseinander und bringen ebenso ihre eigenen Diskussionspunkte zur Veranstaltung mit ein. Insgesamt werden 70 junge Menschen aus sechs europäischen Ländern zum ersten Europäischen Jugend BarCamp in Wien erwartet.

Das youthpart-Team und seine Partner freuen sich über weitere Anregungen zu den Guidelines.  Unter anderem sollen einzelne Punkte für das Jugend BarCamp in Wien in eine jugendgerechte Sprache gefasst werden ohne dabei den ursprünglichen Sinn zu verlieren.

Die finale Version der Guidelines stellen youthpart und seine europäischen Partner auf der Abschlusskonferenz des youthpart-Projekts vor, die am 7./8. April 2014 in Berlin stattfinden wird. Auf dem Programm stehen dann natürlich noch alle weiteren Elemente des youthpart Projektes, wie die lokalen Praxisbeispiele, Tools, wissenschaftliche Erkenntnisse, und einiges mehr.

Anregungen zu den Guidelines in jugendgerechter Sprache werden hier gesammelt: https://www.facebook.com/groups/epartizipation/

Quelle: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland

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