Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

TOMMI - DEUTSCHER KINDERSOFTWAREPREIS 2010 vergeben durch Kinderjury

HURRA, WIR SIND KINDERSOFTWARE-MEISTER! In 18 Bibliotheken in ganz Deutschland ging es in den letzten Wochen wieder einmal besonders heiß her: Über 3000 Mädchen und Jungen prüften als Kinderjury beim TOMMI 2010 die 20 eingereichten Computer-, Online- und Konsolenspiele auf Herz und Nieren.

Sie flogen durch fremde Galaxien, bauten Häuser in fernen Onlinewelten, schraubten an verrückten Maschinen, übten Mathe und Englisch, legten sich mit Geisterpiraten an, nahmen eigene Podcasts auf und suchten in Wimmelbildern die sprichwörtliche Stecknadel im Heuhaufen.

 Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder hat die Schirmherrschaft für den Deutschen Kindersoftwarepreis 2010 übernommen: "Die TOMMI-Kindersoftware ist innovativ, kreativ, gewaltfrei, und sie macht richtig Spaß - hoffentlich nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern", so die Ministerin. "Sie sollten genau hinschauen, welche Computerspiele ihre Kinder spielen. Denn am besten geschützt sind Kinder und Jugendliche, wenn wir ihnen helfen, sich selbst zu schützen."

Jetzt hatte die Kinderjury das letzte Wort. Die jeweils drei Sieger für PC- und Online- und Konsolenspiele stehen nun fest. (Siehe Link)

Die Fachjury 2010

Die Kinderjury testete die Spiele, die zuvor von einer renommierten Fachjury unter dem Vorsitz des Medienexperten Thomas Feibel nominiert worden waren. Ihr gehören an: Titus Arnu (Süddeutsche Zeitung), Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Medienpädagoge, Uni Mainz), Martin Eisenlauer (BILD am Sonntag), Iris Erbach (spielen und lernen), Stephan Freundorfer (freier Journalist), Carsten Görig (Spiegel Online), Moses Grohe (GEE), Steffen Haubner (Hamburger Abendblatt), Nina Heinemann (Uni Mainz), Lukas Heymann (Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen), Bertram Küster (BILD.DE), Anatol Locker (freier Journalist), Dr. Helmut Meschenmoser (Medienpädagoge), Miriam Otto (ZDF tivi), Rolf von der Reith (Familie & Co), Kurt Sagatz (Tagesspiegel), Dr. Michael Spehr (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Dorothee Wiegand (c't) und Deborah Woldemichael (Uni Mainz).

Die Bibliotheken: wichtigster Partner beim TOMMI Dass sich die Bibliotheken beim TOMMI eines solch regen Zulaufs erfreuen, liegt an der engagierten Arbeit der Mitarbeiter vor Ort, die bei diesem bedeutenden, bundesweiten Medienprojekt die Kinderjury bei ihrer Arbeit intensiv unterstützen und betreuen. Dabei waren: Bezirkszentralbibliothek Philipp Schaeffer und Stadtbibliothek Treptow-Köpenick in Berlin, Stadtbibliothek Bremen, Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt, Stadtbücherei Frankfurt am Main, Bücherhallen Hamburg, Stadtbibliothek Hannover, Stadtbücherei Ingolstadt, Stadtbücherei Landshut, Stadtbibliothek Leipzig, Stadtbibliothek Leverkusen, Stadtbibliothek Lörrach, Münchner Stadtbibliothek, Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Stadtbücherei Regensburg, Stadtbibliothek Straubing, Stadtbibliothek Wismar und Stadtbibliothek Wolfsburg.

Sonderpreis Kindergarten & Vorschule

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen und Mitarbeitern des Pädagogischen Instituts der Johannes- Gutenberg-Universität Mainz wurde der Sonderpreis Kindergarten & Vorschule von Vorschülern in Kindergärten und Kindertagesstätten ermittelt. "Der TOMMI Kindersoftware-Preis und der TOMMI Sonderpreis Kindergarten & Vorschule sind deshalb so unverzichtbar weil sie das oft unüberschaubare Angebot an Kindersoftware für Eltern und Kinder transparent machen und Eltern eine kompetente Entscheidungshilfe an die Hand zu geben," erklärte Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programm und Projekte der Stiftung Lesen.

Hintergrundinformationen zum TOMMI

Mit dem TOMMI werden herausragende, empfehlenswerte und innovative Softwaretitel für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren ausgezeichnet. Herausgeber des Preises sind Family Media und das Büro für Kindermedien FEIBEL.DE in Berlin. Unterstützt wird die Auszeichnung 2010 durch den Deutschen Bibliotheksverband (dbv), ZDF tivi, die Stiftung Lesen und die Frankfurter Buchmesse. Der Preis wird seit 2002 jährlich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen. Seit 2010 steht der TOMMI unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder.

Quelle: Family Media GmbH & Co. KG vom 08.10.2010

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