Digitalisierung und Medien / Förderung der Erziehung in der Familie

TikTok, Castingshows, YouTube: Was gefällt Kindern? Was ist problematisch?

Ein junges Mädchen lehnt mit Kopfhörern auf und einem Handy in der Hand an einer Backsteinwand
Bild: rawpixel.com

Vieles was Kinder momentan gerne ansehen, hat mit Musik zu tun. Was fasziniert Kinder so an Musikformaten? Was gefällt ihnen und was nicht? In seiner Kinderbefragung wollte FLIMMO das von 7- bis 13-Jährigen wissen.

Im Fernsehen sehen Kinder nach wie vor gerne Musik-Castingshows. Vor allem, wenn Gleichaltrige im Mittelpunkt stehen und eine Plattform für ihr Talent bekommen, kommt das gut an. Kritisch und sensibel reagieren Kinder dagegen auf fiese Sprüche und abwertende Kritik.

Aber auch Social-Media-Plattformen wie YouTube und TikTok spielen in Sachen Musik eine große Rolle. So nutzten zwei Drittel der Befragten regelmäßig YouTube, um Musik zu hören oder zu lernen, selbst Musik zu machen. Die Playback-App TikTok war bei knapp der Hälfte der Kinder im Einsatz, vor allem bei Mädchen. Selbst kreativ zu werden, eigene Videos zu erstellen und sich mit anderen auszutauschen, gefällt den Kindern besonders. Dass TikTok aber auch mit Gefahren wie Belästigung, Datenklau oder Hate Speech verbunden sein kann, war den Befragten nur zum Teil bewusst.

So beliebt Bewegtbild-Angebote rund um Musik bei Kindern auch sind, bei manchen sollten Eltern lieber genauer hinsehen. Was bei TikTok oder Castingshows zu beachten ist, hat FLIMMO daher in einem Online-Special zusammengefasst. Ideen, wie man mit Medien Musik machen kann, sowie eine Liste mit TV- und Streaming-Tipps runden das Special ab.

Der ausführliche Bericht zur Kinderbefragung und das Online-Special sind auf der Webseite von FLIMMO abrufbar: www.flimmo.de/musikspecial

Über FLIMMO

FLIMMO ist ein Programmratgeber für Eltern. Es gibt ihn online und als App.

FLIMMO bespricht das Kinderprogramm sowohl im Fernsehen als auch im Netz und gibt Tipps zur Medienerziehung. Neben dem Kinderprogramm werden auch solche Sendungen berücksichtigt, die sich eigentlich an Erwachsene richten. Mit diesen Sendungen können auch Kinder zwischen drei und 13 Jahren in Berührung kommen, wenn sie diese gemeinsam mit Eltern, älteren Geschwistern oder im Freundeskreis anschauen. Bewertet wird, wie Kinder in unterschiedlichem Alter mit bestimmten Medieninhalten umgehen und diese verarbeiten. FLIMMO betrachtet das Programm stets aus der Kinderperspektive.

FLIMMO ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. Mitglieder sind elf Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). Mit der Durchführung ist das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis beauftragt.

Quelle: Programmberatung für Eltern e.V. c/o Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) vom 21.07.2020

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