Digitalisierung und Medien / Jugendforschung

Teilstudie der 5. Konvergenzstudie "Das Internet als Rezeptions- und Präsentationsplattform Jugendlicher" wird vorgestellt

facebook
Bild: west.m   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0

Das JFF - Institut für Medienpädagogik wird am Safer Internet Day, 5. Februar 2013, Teil-Ergebnisse einer seit 5 Jahren laufenden Studie zu Identitätsarbeit und sozialraumbezogenes Medienhandeln in Sozialen Netzwerkdiensten vorstellen.

Medien und ihren Inhalten werden im Zuge der Identitätsarbeit von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Funktion zugewiesen. Insbesondere zur Relevanz massenmedialer Inhalte für die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität liegt eine Vielzahl an wissenschaftlichen Befunden vor. Diese zeigen sowohl Potenziale als auch beeinträchtigende Einflüsse bei der Verarbeitung medialer Inhalte im Zuge der Entwicklung eines bewussten Verhältnisses zu sich und zur Welt auf. Die Optionen im Medienhandeln, die mit den sogenannten Sozialen Netzwerkdiensten oder allgemeiner Social Media-Angeboten im Internet eröffnet werden, werfen Fragen neu auf, wie sich Jugendliche diese Medienwelten aneignen und wie sich in der Folge auch die Bedeutung medialer Angebotsstrukturen und der darin verhandelten Inhalte für die Identitätsarbeit verändert. Diese Fragen stehen im Fokus der vierten Teilstudie im Rahmen der fünften Konvergenzstudie.

Die empirische Grundlage der vierten Teilstudie bilden zum einen 16 Einzelfallstudien, die über computerunterstützte, leitfadenbasierte Interviews mit Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren erhoben wurden. Zum anderen wurde über einen mehrwöchigen Zeitraum hinweg eine Forschungswerkstatt mit elf Schülerinnen und Schülern zwischen 13 und 16 Jahren durchgeführt. Die Hauptfragestellungen waren folgende:

  • Wie gehen Jugendliche mit den Medienhandlungsmöglichkeiten (rezeptiv, kommunikativ, produktiv, distributiv) in Sozialen Netzwerkdiensten um?
  • Wie erfolgt das Zusammenspiel von Online-Medienhandeln mit Facetten der Identitätsarbeit?
  • Welche Rolle spielen mediale Rahmenbedingungen für das identitätsrelevante Medienhandeln?
  • Welche Herausforderungen stellen sich den Subjekten für ihre Identitätsarbeit in mediatisierten Sozialräumen?

Die Ergebnisse dieser Teilstudie werden am 'Safer Internet Day' (5. Februar 2013) in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) vorgestellt.

Nachzulesen sind die Ergebnisse in:

Wagner, Ulrike; Brüggen, Niels (Hg.) (2013): Teilen, vernetzen, liken. Jugend zwischen Eigensinn und Anpassung im Social Web. Baden-Baden: Nomos (BLM-Schriftenreihe Band 101).

Weitere Informationen (Kurzfassung sowie Anhang zu Methoden) stehen nach der Präsentation zum Download zur Verfügung unter: www.jff.de/?BEITRAG_ID=6587

Die Konvergenzstudien werden im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) durchgeführt.

Quelle: JFF

Info-Pool