Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

Teilnehmende gesucht für das Videoprojekt „Mein Bruder ist behindert“

Rollstuhlfahrerzeichen
Bild: © srphotos - Fotolia.com

Zwei bis drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen mit einem chronisch kranken oder behinderten Geschwisterteil auf. Geschwister von behinderten Kindern haben ebenfalls Anteil an der Behinderung. Das kann sie stark machen fürs Leben – oder extrem belastend sein. In dem Videoprojekt soll mit Geschwistern von behinderten oder chronisch kranken Jugendlichen eine ca. 60minütige Dokumentation über ihr Zusammenleben gedreht werden.

In dem Film sollen die Jugendlichen ihr Leben biografisch reflektieren und mit der Kamera ihren Lebensalltag dokumentieren.

Für dieses Videoprojekt sucht das Medienprojekt Wuppertal interessierte jugendliche Teilnehmer/-innen. Der Film soll im Zeitraum vom Februar bis April 2012 produziert werden.

Ziele des Filmprojektes sind:

  • die unterschiedlichen Blickwinkel und Erlebniswelten von behinderten und nichtbehinderten Geschwistern
  • in den Familien zu reflektieren bzw. diese neu kennenzulernen;
  • für Betroffene sich den Herausforderungen aus dem Zusammenleben zu stellen;
  • bei Dritten für das Thema und die Betroffenen Empathie und Verständnis und einen Zugang zuBehinderten und ihren Themen zu erzeugen und damit Inklusion zu verbessern.

Die Inhalte der Filme werden mit den Jugendlichen Projektbeteiligten erarbeitet. 

Themen können zum
Beispiel sein:

  • Wie leben die nichtbehinderten und die behinderten Geschwister zusammen, was sind die Erfahrungen in der Vergangenheit, wie sieht heute ihr Lebensalltag aus?
  • Wo liegen die Risiken für Geschwister, wo die positiven Chancen?
  • Welche Hilfe geben sich die Geschwister, wo haben eigene Wünsche Platz?
  • Welche Rolle spielen Eltern, Freunde, Umfeld?
  • Welche Rollen nehmen die Geschwister in der Familie ein, welche Kompetenzen werden durch die spezielle Situation erlangt?
  • Wie sind die Erfahrungen mit Hilfsangeboten, wo und mit wem können die Geschwister reden?
  • Wie ist der Unterschied bei geistigen und körperlichen Behinderungen?
  • Welche Erfahrungen von Ausgrenzung gibt es und wie ist der Umgang damit?

Der Film soll nach seiner Fertigstellung anderen Jugendlichen öffentlich im Kino und in Jugend- und Bildungseinrichtungen präsentiert und auf DVD für die Jugend- und Bildungsarbeit genutzt werden.

Interessierte melden sich bitte bei:
Medienprojekt Wuppertal
Sebastian Bergfeld
Tel: 0202/563 26 47
info@DontReadMemedienprojekt-wuppertal.de

Quelle: ABA Infodienst