Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Symposium: Digitale Medienwelt – Perspektiven für das 21. Jahrhundert

Blaue Platine und viele kleine Kacheln mit Köpfen von Menschen
Bild: geralt, pixabay   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Wie lassen sich die Sicherung der Meinungsvielfalt, die Auffindbarkeit der Medieninhalte und ein umfassender Jugend- und Nutzerschutz erreichen? Beim Symposium der Landesmedienanstalten am 19. April 2018 werden Entscheidungsträger aus Politik, Medienaufsicht und Unternehmen über eine moderne Medienregulierung diskutieren, die allen Herausforderungen der digitalen Welt Rechnung trägt.

Medienanbieter und politische Akteure sind sich einig: Die rasante Digitalisierung erfordert neue Regelungen und Konzepte, um den Schutz von Meinungsfreiheit, Vielfalt und Menschenwürde auch in Zukunft noch gewährleisten zu können. Wie gehen wir angemessen mit Streaming, Plattformen und der Dominanz großer Unternehmen wie Facebook und Google um? Daher laden die medienanstalten am 19. April in Berlin ein zu Diskussion und Austausch über die Gestaltung der konvergenten Medienordnung.

Moderne Regulierung für die Medienbranche

Das DLM-Symposium 2018 gibt unter dem Motto „Digitale Medienordnung – Perspektiven für das 21. Jahrhundert“ Antworten auf diese Frage. Am 19. April versammeln sich im dbb forum berlin relevante Entscheider aus Politik, Medienaufsicht, Unternehmen, Vertreter von Plattformen und Werbungtreibende, um die Leitlinien einer modernen Regulierung für die Branche zu diskutieren.

Neue Regelungen im geplanten Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Fest steht schon jetzt: Das Jahr 2018 wird entscheidend sein. Die Länder bereiten derzeit den 22. Rundfunkänderungsstaatsvertrag vor, in dem u.a. das Medienkonzentrationsrecht und die Auffindbarkeit von Inhalten auf digitalen Plattformen neu geregelt werden sollen. Außerdem stehen die mögliche Änderung der Zulassungs- in eine Anzeigepflicht von Web-TV-Angeboten im Internet, die Transparenz von Medien-Intermediären und die Neudefinition des Telemedienauftrags der öffentlich-rechtlichen Sender zur Diskussion. Hinzu kommen komplett neue Phänomene wie der weitreichende Einfluss der künstlichen Intelligenz und lernender Maschinen. Inwieweit beeinflussen die neuen Technologien, Algorithmen und Big Data unsere Kommunikationsräume?

Für die Keynote konnte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz gewonnen werden. Er wird die Leitlinien der Länder „Auf dem Weg zu einer konvergenten Medienordnung“ skizzieren.

Digitalen Herausforderungen Rechnung tragen

„Für eine pragmatische digitale Medienordnung werden wir uns von einigen Regeln aus der analogen Welt verabschieden müssen. Die wichtigsten Regulierungsziele aber bleiben: Sicherung der Meinungsvielfalt, Auffindbarkeit der Medieninhalte und ein umfassender Jugend- und Nutzerschutz.“, sagt Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). „Unser Ziel ist es, beim DLM-Symposium eine moderne Medienregulierung zu diskutieren, die allen Herausforderungen der digitalen Welt Rechnung trägt. Künstliche Intelligenz und Big Data machen diese Debatte nicht überflüssig, sondern notwendiger als je zuvor.“

Diesen und weiteren zentralen Fragestellungen werden hochkarätige Experten im Rahmen des DLM-Symposiums 2018 auf den Grund gehen.

Informationen zu Programm und Referenten sowie die Anmeldemöglichkeit sind unter der Rubrik Veranstaltungen zu finden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Quelle: Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern vom 23.01.2018

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