Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

Sachsen: Digitale Bildungskonzepte für Kinder und Senioren prämiert

Goldmedaille mit gelb-blauem Band liegt auf einem Tisch
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Vom Virtual Reality-Spaziergang durch Görlitz bis hin zum Tablet-Stammtisch mit Seniorinnen und Senioren – der Medienpädagogische Preis 2018 prämierte die besten schulischen und außerschulischen Medienkompetenzprojekte über alle Altersstufen hinweg. Die Preisträger kommen aus ganz Sachsen und verknüpfen medieninhalte mit der Lebenswirklichkeit.

Von Görlitz bis Chemnitz und von Leipzig bis Meißen reisten die Preisträger zur Preisverleihung am 6. Dezember in der Dresdner Schauburg an, um die hoch dotieren Auszeichnungen der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK) entgegenzunehmen. Insgesamt fünfzehn Schulen und außerschulische Einrichtungen waren nominiert, acht von ihnen wurden mit Preisgeldern von insgesamt 15.000 Euro ausgezeichnet.

Virtueller Spaziergang in zwei Ländern

Der Sonderpreis für das beste Medienprojekt zum Thema „Virtuelle Welten – Konzepte für digitale Bildungsräume“ ging in diesem Jahr an das Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz, die in ihrem Projekt „Freetimebox“ gemeinsam mit deutschen und polnischen Schülern einen Augmented-Reality-Rundgang durch Görlitz und Zgorzelec gestalteten. Auf diesem kann der Besucher mit seinem Smartphone die interessantesten Kultur- und Freizeitstädten auf beiden Seiten der Neiße erkunden.

Medieninhalte mit der Lebenswirklichkeit verknüpfen

„Unsere Schüler, ja sogar die Jüngsten im Kindergarten haben mit den neuen Medien keinerlei Berührungsängste. Dass sie die Medien technisch bedienen können, steht außer Frage. Aber in Zeiten von Social Media ist es wichtig, ihnen eine kritische Distanz zu vermitteln. Ihnen zu zeigen, wo die Gefahren lauern, aber auch welche Möglichkeiten es gibt, sich konstruktiv und kreativ einzubringen. Dafür stehen die ausgezeichneten Projekte. Sie verknüpfen die Medieninhalte mit der Lebenswirklichkeit und tragen damit zur Verständigung zwischen Jung und Alt sowie über Nationen hinweg bei“, so Kultusminister Christian Piwarz, der den Preisträgern aus der Ferne seine herzlichsten Glückwünsche übermittelte.

Ganzheitliches Schulkonzept ausgezeichnet

Erstmals wurde 2018 ein Sonderpreis für das beste Konzept ausgelobt. Dieser ging an das Evangelische Schulzentrum Leipzig für sein ganzheitliches Schulkonzept zur Förderung medienkompetenten Handelns, das gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften, Medienpädagoginnen und Medienpädagogen und der Schülerschaft erarbeitet wurde und seit einem Jahr erfolgreich an der Schule realisiert wird.

„Die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stehen in diesem Konzept im Mittelpunkt, das von allen Beteiligten im Wirkungsfeld Schule erarbeitet wurde. Eltern, Lehrkräfte, Medienpädagoginnen und Medienpädagogen haben an einem Strang gezogen. Das können sich andere Schulen zum Vorbild nehmen“, lobt Eva Brackelmann, Medienrätin der SLM, den Preisträger und führt weiter aus: „Besonders stolz bin ich darauf, dass wir neben den vielen ausgezeichneten Projekten zur Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen erstmals ein Projekt für und mit Seniorinnen und Senioren auszuzeichnen“.

Weitere ausgezeichnete Projekte

Gemeint ist das Projekt „Gemeinsam in die digitale Welt“, das auf die Erhöhung der Medienkompetenz älterer Menschen in der Nacherwerbsphase im ländlichen Raum abzielt. Seniorinnen und Senioren lernen hierbei den Umgang mit dem Smartphone und vermitteln diese Kompetenzen dann in ihrer Region an andere Senioren weiter.

Weitere Auszeichnungen gingen u.a. an das freie Radio T in Chemnitz für das Projekt „Reporter*in? Kann ich auch!“, an die Freie Werkschule Meißen für „FAKE NEWS“, an die Grundschule Radebeul-Naundorf für „Genug-Genau-Naundorf*TV*“ und an die BBW-Kindertagessstätte „Elefant, Tiger & Knirps“ Leipzig für „Ein Tag im Zoo“.

Die Preisträger für den Medienpädagogischen Preis 2018 (DOCX, 248 KB) können auf der Webseite der SLM eingesehen werden.

Hintergrund

Der Medienpädagogische Preis wird jährlich ausgeschrieben und seit 2006 gemeinsam von der Sächsischen Landesmedienanstalt und dem Sächsischen Kultusministerium gemeinsam vergeben. Bewerben können sich alle in Sachsen ansässigen Vereine, Kindergärten, Freizeiteinrichtungen, Schulen und medienpädagogischen Einrichtungen.

Quelle: Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien vom 06.12.2018

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