Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendpolitik

Regierungsfraktionen unterstützen Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik und fordern Mobilitätschancen für alle Jugendlichen

Abgeordnete der CDU/CSU und der FDP haben am 24. April 2012 ihren Antrag zur Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpoltik in den Bundestag eingebracht inklusive einer starken Europäischen Dimension.

Mit dem aktuellen Antrag flankieren und unterstützen die Regierungskoalitionen nicht nur die aktuellen Bemühungen des zuständigen Fachministeriums um die Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik, sie beziehen sich auch direkt auf die Prämissen des Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP, in dem 2009 eine solche Entwicklung vereinbart wurde.

Seit 25 Jahren würde sie gefordert, so die Abgeordneten in ihrem Antrag, eine Jugendpolitik, "die nicht länger als Problem- und Krisenpolitik gesehen wird, sondern als gesellschaftlich relevante Zukunftspolitik, die alle Jugendlichen im Blick hat und sich nicht nur auf so genannte Problemgruppen Jugendlicher konzentriert."

Der Anlass für ein Überdenken bisheriger Paradigmata sei im gesellschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Wandel der letzten Jahrzehnte gegeben, der Jugendlichen "heute mehr Chancen als jemals zuvor" eröffne. Eine gemeinsame Betrachtung von Kinder- und Jugendpolitik sei nicht mehr zeitgemäß, da sich vor allem die Lebenswelt junger Menschen dafür als zu komplex und eben "eigenständig" darstelle.

Zur Erinnerung: Bereits 2009 hatt das damalige Bundesjugendkuratorium mit seinem Papier "Zur Neupositionierung von Jugendpolitik: Notwendigkeit und Stolpersteine" konkrete Anregungen und Forderungen in die Debatte eingebracht. Im Mai 2011 legte dann das BMFSFJ sein Eckpunktepapier "Eine Allianz für Jugend" vor.

Der CDU/CSU-FDP-Antrag betont, dass dem Lebensabschnitt des Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf besondere Bedeutung zukommt. Dieser sei "für alle Jugendlichen eine zentrale Weichenstellung auf dem Weg in das Erwachsenenleben". Weiter heißt es: "Junge Menschen mit sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen haben oftmals einen besonderen Unterstützungsbedarf, dem durch passgenaue Maßnahmen Rechnung getragen werden muss, um gerechtere Startchancen für diese jungen Menschen zu schaffen."

Lesen Sie mehr zu dem Antrag auf den Seiten von JUGEND für Europa.

Quelle: JUGEND für Europa

Info-Pool