Digitalisierung und Medien / Familienforschung

Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Erziehung in der Wohlstandsgesellschaft

Frau beim Fernsehen
Bild: Chris Bartow   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell CC BY-NC 3.0

Eltern erleben gegenwärtig eine immer stärker werdende Diskrepanz zwischen pädagogischen Ansprüchen an die Erziehung und der Alltagswelt von Kindern und Eltern. Das zeigt die neue Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zu aktuellen Erziehungsfragen in der Wohlstandsgesellschaft.

Einerseits ermöglichen Eltern in ihrem Bestreben, nur das Beste für das Kind zu wollen, den Zugang zu Konsumgütern, die Kinder- und Jugendwelten maßgeblich prägen. Andererseits erkennen sie zunehmend, dass die Ermöglichung von Konsumteilnahme häufig nicht mit den gesellschaftlichen Erwartungen an Erziehung vereinbar ist. Laut Publikation seien medienpädagogische Ratschläge oft kaum alltagstauglich.

Verglichen mit früheren Generationen haben sich die Bedingungen des Aufwachsens für heutige Kinder und Jugendliche stark verändert, heißt es weiter. Konsum und Medien seien zu einem festen Bestandteil ihres Alltages geworden. 83% der Eltern versuchen zwar Einfluss auf die Mediennutzung ihres Kindes zu nehmen, doch im Alltag schaffen es viele nicht. Oft beginnen die Schwierigkeiten allein schon mit den zeitlichen Anforderungen des Berufslebens an beide Elternteile.

Diese Ambivalenzen sind Gegenstand der vorliegenden KAS-Publikation. Namhafte Autorinnen und Autoren thematisieren unter anderem die veränderte Kindheit in der heutigen Konsumwelt, Gesundheitsfragen bei der Mediennutzung sowie die Rolle der sozialen Netzwerke.

Die Publikation kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.kas.de/erziehung-in-der-wohlstandsgesellschaft

Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. vom 18.01.2013

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