Digitalisierung und Medien / Kindertagesbetreuung

Niedersachsen formuliert Meilensteine für die Förderung der Medienkompetenz

HANNOVER. Anlässlich des landesweiten „Tag der Medienkompetenz" hat die Niedersächsische Landesregierung heute ein Konzept „Medienkompetenz in Niedersachsen - Meilensteine zum Ziel" vorgestellt.

„Medienkompetenz ist in der heutigen Zeit eine Schlüsselkompetenz wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie ist Voraussetzung für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft. Vor dem Hintergrund des täglich wachsenden medialen Angebots will die Landesregierung mit vorliegendem Konzept die Medienkompetenz vor allem junger Menschen stärken. Das Konzept dient als „roter Faden" auf dem Weg, Medienbildung in Niedersachsen noch besser zu strukturieren und zu verstetigen. Die heutige Veranstaltung bietet dafür den Auftakt. Weitere Gespräche und Abstimmungen mit den Partnern werden folgen", machte die Chefin der Niedersächsischen Staatskanzlei, Dr. Christine Hawighorst, deutlich.

Das Konzept „Medienkompetenz in Niedersachsen - Meilensteine zum Ziel" konzentriert sich auf die Bereiche
• Schulen, Kindertagesstätten, Lehreraus- und -fortbildung
• Familie/Jugendarbeit/Jugendschutz
• Hochschule und Weiterbildung.

Niedersachsens Kultusminister Dr. Bernd Althusmann sagte, der Erwerb von Medienkompetenz sei für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen wichtig, vom Kindergarten bis in die Berufsbildenden Schulen. "Sie sollen von klein auf lernen, Medien entsprechend ihrer eigenen Ziele und Bedürfnisse einzusetzen. Unser Medienkonzept zeigt einen Weg auf, wie der Erwerb von Medienkompetenz nachhaltig in der niedersächsischen Bildungsarbeit verankert werden kann", so Althusmann.

Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, stellte die intensivere Vernetzung aller niedersächsischen Weiterbildungseinrichtungen und Hochschulen als wichtige Säule des Medienkonzeptes heraus: „Der Umgang mit Informationen ist für immer mehr Menschen ein entscheidender Faktor für den Erfolg in Ausbildung und Beruf. Daher sollen Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen ihre bestehende Kooperation verstärken. Insbesondere durch den Einsatz von besonders geschulten Multiplikatoren und den Ausbau von Netzwerkstrukturen kann der Wissenstransfer erhöht und die Vermittlung von Medienkompetenzen gestärkt werden."

„Kinder und Jugendliche brauchen Menschen, die ihnen beibringen, sich sicher in der digitalen Welt zu bewegen", sagte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan. „Medienkompetenz ist praktizierter Jugendschutz", fügte sie hinzu.

„Die Niedersächsische Landesmedienanstalt begrüßt das Medienkompetenz-Konzept der Landesregierung und freut sich insbesondere darüber, dass das Thema „Medienbildung" nunmehr verbindlich in die Kerncurricula der Schulen integriert werden soll. Nur so kann in einem Flächenland wie Niedersachsen mittelfristig jede Schülerin und jeder Schüler medienkompetent werden", so Andreas Fischer, Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM).

Das Konzept ist auf dem Internetportal www.medienkompetenz-niedersachsen.de eingestellt.

Quelle: Niedersächsische Staatskanzlei

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