Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

„Medienscouts NRW“ 2014 gesucht

Tablet und Smartphone in der Schule
Bild: woerterhexe / pixabay.com

Das Projekt Medienscouts NRW der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) geht in die dritte Runde. Bis zum 28. März 2014 können sich Städte, Kommunen und Landkreise um die Teilnahme am Medienkompetenzprojekt bewerben.

In bis zu 15 Kommunen wird nach den Sommerferien die Ausbildung der Medienscouts beginnen. Diese dritte Qualifizierungsphase bringt eine Neuerung mit sich: Bis zu fünf Plätze sind für Städte und Gemeinden reserviert, die bereits Medienscouts ausgebildet haben.

Mitschüler sind Ansprechpartner in Medienfragen

Ziel der Medienscouts NRW ist es, Schüler in der Sekundarstufe I für die Risiken medialer Angebote zu sensibilisieren und den selbstbestimmten, kritischen und kreativen Umgang mit Medien zu fördern. Das Besondere dabei: Schüler werden mit Hilfe der LfM zu Experten in Medienfragen ausgebildet und stehen dann ihren Mitschülern bei Schwierigkeiten im Alltag zur Seite. Das Themenspektrum, mit dem sich die Schüler während der Workshops auseinandersetzen, orientiert sich an den häufigsten Problemen im Medienalltag und reicht von Cybermobbing über Internetsicherheit bis hin zu illegalen Downloads.

Mehr Nachhaltigkeit durch lokale Kräfte

Für die diesjährige Qualifizierungsmaßnahme können sich sowohl Kommunen bewerben, die noch nicht am Projekt teilgenommen haben, als auch solche, die erneut teilnehmen möchten. Die LfM ermöglicht 2014 die Projektteilnahme für bis zu zehn neue Kommunen. Diese können in jeweils bis zu zehn Schulen neue Medienscouts und Beratungslehrer ausbilden. Ergänzend fördert die LfM bis zu fünf Kommunen, die bereits vorher am Projekt teilgenommen haben.

Den erneut teilnehmenden Kommunen wird zum Einen ermöglicht, weitere Medienscouts und Beratungslehrer auszubilden, zum Anderen sollen in den Kommunen ansässige Pädagogen bei den Ausbildungs-Workshops nach den Sommerferien 2014 hospitieren. Die lokalen Fachkräfte können auf diese Weise die Medienscouts-Qualifizierung direkt kennen lernen und in der Folge selbstständig Workshops durchführen.

„Durch die Hinzunahme von Pädagogen vor Ort können Kommunen das Projekt in Zukunft eigenständig durchführen und an ihren Schulen etablieren“, so LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier. „Dadurch kann sich die LfM zukünftig weiteren, bisher nicht versorgten Regionen widmen und ressourcenbewusst arbeiten.“

Seit Beginn der Pilotphase im Jahr 2011 wurden bereits 1.109 Medienscouts und 561 Beratungslehrkräfte in 31 Kreisen und Kreisstädten in Nordrhein-Westfalen ausgebildet. Alle Informationen zum Projekt, zur Bewerbung sowie weiterführende Materialien finden Sie unter www.medienscouts-nrw.de.

Quelle: Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen vom 01.02.2014

Info-Pool