Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

„Medienscouts“ lotsen durch den Mediendschungel

„Die besten Vermittler von dem Wissen über die Möglichkeiten, Chancen und Risiken der modernen multimedialen Kommunikation an Schülerinnen und Schüler sind gleichaltrige Jugendliche. Die so genannten Medienscouts, die im Rahmen des Landesprogramms ,Medienkompetenz macht Schule“ ausgebildet werden, leisten einen sehr wichtigen Beitrag für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den digitalen Medien, der eine zentrale Bildungs- und Zukunftsaufgabe ist.“ Das unterstrichen Bildungsministerin Doris Ahnen und Verbraucherschutzministerin Margit Conrad heute anlässlich der zentralen rheinland-pfälzischen Landesveranstaltung zum Safer Internet Day 2011 in Mainz.

„Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler erhielten im Kongresszentrum des ZDF Informationen zu Themen wie Rechtsextremismus und Pornografie im Internet, Kostenfallen, Datenschutz und Computerspiele. Diese Fortbildung ist Bestandteil der Ausbildung von Jugendlichen zu „Medienscouts“, die ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in und außerhalb der Schule ihr Expertenwissen im sicheren Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet vermitteln.

Unter Beteiligung von jugendschutz.net und dem Medienkompetenznetzwerk Koblenz wurde 2009 im Rahmen des 10-Punkte-Programms der Landesregierung „Medienkompetenz macht Schule“ ein Konzept für diese Ausbildung erarbeitet, das seither in den Schulen umgesetzt wird und auf eine hohe Resonanz stößt. „Wir waren von Anfang an überzeugt, ein qualifiziertes Projekt auf den Weg gebracht zu haben. Insbesondere aber die große Zahl interessierter Schülerinnen und Schüler, die sich engagieren und mit hoher Verantwortungsbereitschaft zum ,Medienscout“ ausbilden lassen möchten, bestärken uns darin, ein landesweites und nachhaltiges Angebot zu erarbeiten“, freut sich Bildungsministerin Ahnen über die gute Nachfrage. Das „Transferkonzept“ des Landesprogramms sieht neben einer grundlegenden Ausbildung und weiteren Begleitung der Schülerinnen und Schüler eine nachhaltige Unterstützung durch die Schulleitung, die Einbeziehung der Eltern sowie eine qualifizierte Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer vor, die auch die Ausbildung von nachfolgenden „Medien- scout-Generationen“ an ihrer Schule initiieren und durchführen.

Verbraucherschutzministerin Margit Conrad unterstrich: „Im Internet kann ich per Mausklick einen Vertrag abschließen. Die Folgen spüre ich häufig erst, wenn Geld vom Konto abgebucht wird oder ich plötzlich mit Werbemails zugeschüttet werde. Der bewusste Umgang mit den Verbraucherrechten ist daher gerade in der digitalen Welt wichtig.“ Das Verbraucherschutzministerium informiere daher über die Verbraucherrechte in der digitalen Welt unter anderem in einer Faltblattreihe. Themen seien beispielsweise Einkaufen im Internet, Google Street View oder Werbung im Internet und der Handel mit Internetadressen. Über die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz würden im Jahr 2011 zahlreiche Workshops, Projekttage und Vorträge zu Themen wie Online-Spiele, Musiktauschbörsen und soziale Netzwerke angeboten. Verbraucherschutz- und Innenministerium tragen gemeinsam die Projektkosten von 157.000 Euro. Verbraucherzentrale, klicksafe und Verbraucherschutzministerium hätten außerdem eine Unterrichtseinheit „Nicht ohne mein Handy. Cooles Handy - hohe Rechnung?“ entwickelt, zu der im Jahr 2011 verschiedene Lehrerfortbildungen angeboten werden.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

Herausgeber: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

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