Digitalisierung und Medien / Europa

Medienkompetenz und Behinderung: Pädagogische Fachkräfte für Online-Umfrage gesucht

Mädchen hält Smartphone in der Hand und liest etwas
Bild: rawpixel.com

Das neue europäische Projekt Active Media Education for Disabled Youth beschäftigt sich mit den Herausforderungen der digitalen Welt für jungen Menschen mit geistiger Behinderung und den Bedarfen der pädagogischen Fachkräfte, die mit dieser Zielgruppe arbeiten. Zur Konzeption eines Blended-Learning-Training hat das Projektkonsortium einen Online-Fragebogen entwickelt, der sich an pädagogische Fachkräfte richtet, die mit jungen Menschen mit leichten geistigen Beeinträchtigungen arbeiten.

In den letzten Jahren hat Europa die Bedeutung und Notwendigkeit von Medienkompetenz erkannt und begonnen, Reformen anzustoßen, um eine aktive Medienkompetenz zu fördern. Diese werden dringend benötigt - insbesondere für Menschen mit Behinderungen: Studien zeigen, dass junge Menschen, insbesondere solche mit einer geistigen Behinderung, einem erhöhten Risiko in der digitalen Welt ausgesetzt und für Online Risiken besonders anfällig sind. Daher benötigen sie spezifische Unterstützung und Begleitung, um digitale Fähigkeiten zu entwickeln.

Besserer Schutz von Jugendlichen mit geistiger Behinderung

Das neue europäische Projekt Active Media Education for Disabled Youth (kurz: AMEDY) beschäftigt sich mit den Herausforderungen der digitalen Welt für diese jungen Menschen und den Bedarfen der pädagogischen Fachkräfte, die mit dieser Zielgruppe arbeiten. Im Rahmen des Projektes wird ein berufsbegleitendes Blended-Learning-Training konzipiert, das sich an diese Fachkräfte richtet. Darüber hinaus werden Handlungsstrategien unter Einbeziehung der Fachkräfte, aber auch der beeinträchtigen Jugendlichen und ihr Unterstützungssystem entwickelt. Um auf das Thema und die Notwendigkeit, sich insbesondere mit der Situation dieser Zielgruppe auseinanderzusetzen, aufmerksam zu machen, wird parallel eine Toolbox mit verschiedenen Aktivitäten entwickelt.

Mit diesen Ansätzen will das Projekt die Chancen dieser besonders gefährdeten Jugendlichen verbessern und sie dabei unterstützen, gut informierte sowie kompetente europäische Mitbürger*innen zu werden.

Entwicklung von Trainings, Toolbox und Strategien

Um die Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte hinsichtlich ihrer Medienkompetenz sowie die Bedürfnisse von geistig beeinträchtigen Jugendlichen im Alter von 13 bis 29 Jahren zu identifizieren, hat das Projektkonsortium einen Online-Fragebogen entwickelt.

Die Umfrage richtet sich explizit an pädagogische Fachkräfte, die mit jungen Menschen (13 bis 29 Jahre alt) mit leichten geistigen Beeinträchtigungen arbeiten.

Zum Hintergrund

Das AMEDY-Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen von Erasmus+ und den KA2-Jugendprogrammen finanziert und hat eine Laufzeit von 24 Monaten (Februar 2019 - Januar 2021). Ein Konsortium aus erfahrenen Organisationen führt das Projekt unter der Leitung der STIFTUNG DIGITALE CHANCEN zusammen mit den Partnerorganisationen IASIS NGO aus Griechenland und UC LEUVEN-LIMBURG aus Belgien durch.

Quelle: Stiftung Digitale Chancen vom 28.10.2019

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