Digitalisierung und Medien / Förderung der Erziehung in der Familie

Medienerziehung in der Familie: Neue Wege für die Zusammenarbeit mit Eltern – Fachtagung in Berlin

Eine Familie mit drei Kindern sind gemeinsam vor dem Computer.
Bild: © Svitlana Pavzyuk - Fotolia.com

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) veranstalten heute, am 12. April 2013, in Berlin eine Fachtagung zu den Themen Mediennutzung und Medienkompetenz. Sie richtet sich vor allem an Fachkräfte im Gesundheits- und Bildungsbereich, um sie in ihrer Zusammenarbeit mit Eltern und Familien zu unterstützen.

Anlässlich der Eröffnung der Fachtagung erklärt Thomas Ilka, Staatsekretär im Bundesministerium für Gesundheit: „Unsere Kinder nutzen inzwischen ganz selbstverständlich den PC und das Internet, telefonieren mit ihrem Handy oder surfen mobil mit einem Smartphone. Eltern sollten ihre Kinder im Umgang mit diesen Medien begleiten, ihnen wo nötig, Grenzen aufzeigen, aber auch die Chance nutzen, gemeinsam Medien zu nutzen. Kurzum: Wir müssen die Eltern fit machen in Sachen Medienkompetenz. Ich freue mich daher sehr, dass die BZgA und die GMK sich mit dieser Tagung an Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Bildungsbereich wenden. Denn sie können die Eltern in dieser wichtigen Angelegenheit kompetent beraten und unterstützen.“

Technische Medien sind aus dem Alltag heutiger Familien nicht mehr wegzudenken. Computer, Fernseher und Handys sind in fast allen Haushalten mit Kindern vorhanden. 58 Prozent aller Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren arbeiten inzwischen zuhause am Computer für die Schule. Dabei benutzen 80 Prozent das Internet (KIM-Studie 2012). Auch Konsolen, Smartphones und Tablets gehören zur Ausstattung vieler Familien. Laut einer aktuellen repräsentativen Studie der Landesanstalt für Medien (lfm) gibt es rund 50 Prozent aller Familien regelmäßig Streit um die Mediennutzung. Viele Eltern sind zudem verunsichert, welche Medien sie in welchem Alter ihren Kindern zur Verfügung stellen sollen.

Welche Hilfen brauchen Eltern? Wie kann Medienerziehung gelingen? Antworten dazu vermittelt die Tagung „Medienerziehung in der Familie“. Hierzu gehören beispielsweise praktische Modelle und Empfehlungen wie spielorientierte Eltern-Kind-Aktionen, aktive Elternabende mit Erkundung der eigenen Medienbiografie und Medienvorlieben sowie Beratung und Austausch auf Augenhöhe.

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont angesichts der heutigen Tagung: „Aufgrund des sich rasant wandelnden Medienangebots stehen Eltern vor ganz neuen medienerzieherischen Aufgaben. Mit dieser Tagung wollen wir Wege zur Unterstützung der Eltern aufzeigen. Wir wollen ihnen helfen, Risiken und Chancen der Medien richtig einzuschätzen, damit sie den Umgang ihrer Kinder mit Medien kompetent begleiten können.“

Weitere Informationen zur Tagung: www.gmk-net.de

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen folgende Informationsangebote zur Verfügung, die unter www.bzga.de oder per E-Mail unter order@DontReadMebzga.de bestellt werden können:

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) vom 12.04.2013

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