Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Manuela Schwesig: "Kinder haben das Recht auf ein gutes Aufwachsen mit Medien"

Vorschulkinder üben gemeinsam mit der Betreuerin den Umgang mit dem PC.
Bild: © Darko Zeljkovic - Fotolia.com

Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig besucht zum "Safer Internet Day" eine Oberschule in Berlin und betont die Bedeutung von Medienkompetenz und Jugendmedienschutz in Familien, Kitas und Schulen.

Die rasante Entwicklung der digitalen Medien verändert das Leben vieler Menschen. Jeder kann heute ständig und überall online und erreichbar sein - auch mobil. Neben den vielen Vorteilen, die die technischen Neuerungen mit sich bringen, gibt es jedoch laufend Herausforderungen - zum Beispiel: Was tun bei Cybermobbing-Angriffen? Wie gehen wir damit um, wenn unsere Kinder ganz persönliche Informationen ins weltweite Netz stellen?

Anlässlich des "Safer Internet Day", veranstaltet von klicksafe, am Dienstag (11. Februar 2014) betont die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, deshalb die Bedeutung von Medienkompetenz und Jugendmedienschutz: "Ein Leben ohne Internet und mobile Kommunikation ist für die meisten Kinder und Jugendlichen heute unvorstellbar. Eltern und Lehrer, aber auch die Politik sollte ihnen dort Hilfestellung geben, wo sie es brauchen. Es liegt an Bund und Ländern, gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Medienerziehung in Familien, Kitas und Schulen gelingt. Als Bundesjugendministerin werde ich mich dafür einsetzen", so Schwesig.

Beim Jugendmedienschutz sind nach Ansicht der Bundesfamilienministerin Bund und Länder gemeinsam gefordert, die gesetzlichen Regelungen gut aufeinander abzustimmen und ein gutes und dauerhaftes Schutzniveau herzustellen. Jenseits nationaler Gesetzgebung setzt Schwesig auf die gemeinsame Verantwortung von Politik und Unternehmen, um wirksam gegen Risiken wie Cybermobbing vorzubeugen. "Auch die großen international tätigen Unternehmen müssen sich am Risikomanagement beteiligen, wenn Minderjährige ihre Angebote nutzen. Im Internet-Kinderschutzzentrum I-KiZ werden wir dafür eine Gesamtstrategie umsetzen", kündigte Manuela Schwesig an.

Schon jetzt unterstützt das Bundesfamilienministerium Eltern in der Medienerziehung. Der Medienratgeber "Schau Hin! Was Dein Kind mit Medien macht." schätzt aktuelle Entwicklungen am Medienmarkt für Eltern ein. Kindgerechte Internetangebote wie die Kindersuchmaschine Blinde Kuh, der KinderServer und die Kinderstartseite www.meine-startseite.de bieten Kindern und Familien Sicherheit bei den ersten Schritten im Netz. Weitere Initiativen fördern eine kreative und selbstbestimmte Mediennutzung und die Beteiligung junger Menschen mit digitalen Medien.

klicksafe ist eine Initiative im Safer Internet Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt und ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programm der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines www.internetbeschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und www.jugendschutz.net sowie das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

Weitere Informationen unter www.bmfsfj.de.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend vom 10.02.2014

Info-Pool