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Digitalisierung und Medien / Jugendforschung

LfM schreibt Forschungsprojekt zum Thema „Scripted Reality“ aus

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) schreibt das Projekt „Faszination Scripted Reality – Realitätsinszenierung und deren Rezeption durch Heranwachsende“ aus. Die Medienkommission der LfM unter dem Vorsitz von Dr. Frauke Gerlach beschloss dies in ihrer Sitzung am 2. März 2012.

Scripted Reality-Formate sind Sendungen, denen ein Drehbuch zugrunde liegt, die jedoch möglichst realitätsnah gedreht werden. Vor allem junge Zuschauer können deshalb nur schwer zwischen Inszenierung und Realität unterscheiden und erkennen das Gesehene nicht mehr als das, was es eigentlich ist: nämlich reine Fiktion.

Im Rahmen des neuen LfM-Forschungsprojekts soll das Programmangebot dieser Formate hinsichtlich Realitäts- und Inszenierungsmerkmalen sowie deren Rezeption durch Heranwachsende untersucht werden. Fragen wie „Was ist es, was insbesondere Heranwachsende an Scripted Reality-Formaten fasziniert?“, „Wie weit durchschauen die (jungen) Zuschauer den Inszenierungscharakter?“ oder „Welches Bild von Wirklichkeit entsteht in den Köpfen der Zuschauer und wie verändert sich ihr Verhalten?“ sollen durch das Forschungsprojekt beantwortet werden können.


LfM-Direktor Jürgen Brautmeier plädierte in diesem Zusammenhang für eine Kennzeichnungspflicht solcher Formate. „Die bisherige Kennzeichnung, wenn es sie überhaupt gibt, ist oft bewusst vage oder sogar irreführend. Eine Selbstverpflichtung der Veranstalter könnte helfen, Irritationen beim Zuschauer von vorne herein zu vermeiden. Der Zuschauer muss wissen, ob es sich um Realität handelt oder ob er Szenen sieht, die ein Drehbuchautor erfunden oder zugespitzt hat oder nicht.“ Eine bessere Kennzeichnung sei ein möglicher Bestandteil eines „Code of Conduct“, der sich in der Vergangenheit bei anderen strittigen Formaten wie etwa Talkshows am Nachmittag bewährt habe und den er auch für Scripted-Reality-Formate für sinnvoll halte, sagte er weiter.

Ausschreibungsunterlagen zum neuen LfM-Projekt sind hier abrufbar.

Quelle: LfM NRW