Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

„Leipziger Lesekompass“ zeichnet Kinder- und Jugendmedien aus

Ein Mädchen sitzt an einen Baum gelehnt und liest
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Die Leipziger Buchmesse und die Stiftung Lesen haben die diesjährigen prämierten Titel des „Leipziger Lesekompass“ bekanntgegeben. Die Gewinner wurden aus allen Neuerscheinungen auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt unter Aspekten der Lesemotivation und -förderung ausgewählt.

Unter den 30 Gewinnern befinden sich Titel unterschiedlicher Genres genauso wie verschiedene Lesemedien, darunter erstmals eine Kinderbuch-App. Damit greift der „Leipziger Lesekompass“ aktiv das Leseförderungs-Potenzial digitaler Medien auf, spiegelt die aktuellen Interessen der Kinder und Jugendlichen wider und verweist auf neue Markttrends. Ein Überblick über die prämierten Titel ist unter www.leipziger-lesekompass.de verfügbar.

Eltern und Pädagogen eine Orientierung auf dem oft unübersichtlich scheinenden Markt für Kinder- und Jugendbücher zu geben und möglichst alle Kinder und Jugendlichen zum Lesen zu motivieren – dies sind die Hauptanliegen des „Leipziger Lesekompass“. Gestaffelt in die Altersgruppen 2-6, 6-10 und 10-14 Jahre werden jährlich zur Leipziger Buchmesse jeweils zehn Bücher und Medien prämiert, die sich für die Leseförderung besonders eignen. Dabei wurde in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine App ausgezeichnet: diese entstand auf der Grundlage eines Bilderbuchs und ist mit multimedialen und interaktiven Elementen ausgestattet, die die Kinder zum Handeln und Weiterlesen anregen.

Wie wertvoll solche Entwicklungen gerade für Wenigleser sind, erklärt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: „Digitale Medien sprechen nachweislich besonders die Kinder und Jugendlichen an, die eher selten zum Buch greifen. Aus diesem Grund versteht sich der ‚Leipziger Lesekompass‘ nicht nur als klassischer Buchpreis, sondern greift bewusst aktuelle multimediale Trends auf. Denn erfolgreiche Leseförderung nutzt die Potenziale aller Lesemedien: das gedruckte Buch ebenso wie E-Books, Apps und andere digitale Medien.“

Ergänzend dazu betont Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, die Bedeutung von Lesekompetenz für alle Bereiche des Lebens: „Sei es in der Schule, im späteren Beruf oder in der Familie – schwache Leser haben es in der heutigen Gesellschaft deutlich schwerer. Um dieser Herausforderung so früh wie möglich zu begegnen, gibt der ‚Lesekompass‘ Eltern, Erziehern und Lehrkräften das passende Rüstzeug an die Hand, um bei Kindern und Jugendlichen die Freude am Lesen zu wecken und sie so nachhaltig für das geschriebene Wort zu begeistern.“

Dementsprechend wird die Präsentation des „Leipziger Lesekompass“ von drei Workshops während der Leipziger Buchmesse begleitet, in denen Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern Tipps zum Einsatz der Titel in Schule und Alltag mitgegeben werden. Weitere Workshops zum „Leipziger Lesekompass“ in ganz Deutschland folgen im Laufe des Jahres.

Quelle: Stiftung Lesen vom 13.03.2014

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