Digitalisierung und Medien

Lebenswelten 2.0 – Mediale Sozialräume in der Kulturellen Bildung

Ein Mädchen am Computer
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Wie lassen sich die "Lebenswelten 2.0" in die praktische Jugendkulturarbeit einbinden? Welche Chancen bieten digitale Medien, neue Zielgruppen in der Kulturellen Bildung zu erreichen und zu begeistern? Diese Fragen wurden auf der Konferenz des Qualitätsverbundes "Kultur macht stark" diskutiert.

Am 24. März 2015 fand in der Akademie Remscheid die Konferenz des Qualitätsverbundes "Kultur macht stark" statt. Rund um das Thema "mediale Sozialräume" diskutierten ExpertInnen und TeilnehmerInnen im Rahmen der Konferenz, die die Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung und die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel im Rahmen des Qualitätsverbunds "Kultur macht stark" ausrichtete. Kooperationspartner der Veranstaltung waren der Deutsche Bibliotheksverband, die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW sowie die Stiftung Digitale Chancen.

"Wie realistisch eigentlich virtuell ist" stellte Horst Pohlmann, Leiter des Fachbereichs Medienpädagogik der Akademie Remscheid, in seinem Vortrag am Beispiel des interdisziplinären Weiterbildungsseminars "Digitale Helden und ihre Geschichten" dar. Er machte deutlich, dass kulturelle Medienbildung gelingt, wenn die Realitäten verschiedener Lebenswelten miteinander verbunden werden.
Pohlmann bezeichnete dabei Kulturelle Bildung als "Augmented Reality", die Realität und Virtualität verbindet und somit Brücken in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen baut.

Prof. Dr. Franz Josef Röll von der Hochschule Darmstadt betonte, dass die Fachkräfte in der Jugendkulturarbeit auch im digitalen Zeitalter bedürfnisorientiert arbeiten müssen. Damit stellt sich für sie die Herausforderung, die aktuellen Kommunikationsmittel auch bedienen zu können. Katrin Hartmann vom Deutschen Bibliotheksverband stellte in ihrem Vortrag dar, wie im Förderprogramm "Lesen macht stark" mithilfe alltäglicher Mediennutzung der Zugang zur Leseförderung gestaltet wird.

Workshops zur Vielfalt medialer Sozialräume

Von der Vielfalt "medialer Sozialräume" überzeugten sich die TeilnehmerInnen im Rahmen von vier praktischen Workshops. Von "Youtube –kreativ vernetzt" und "Mobile Gaming" über "e-Partizipation: politische Mitgestaltung mit digitalen Medien" bis hin zu "Cybermobbing – Prävention und Intervention" konnten praktische Methoden und Beispiele kenngenlernt, diskutiert und ausprobiert werden. Die ExpertInnen und TeilnehmerInnen beim Podiumsgespräch diskutierten unter anderem die Frage, welche Voraussetzungen und Kompetenzen sowohl die an den Angeboten teilnehmenden Kinder und Jugendlichen als auch die Fachkräfte der Kulturellen Bildung und der Jugendarbeit mitbringen müssen. "Vor allem brauchen wir Beratung und Qualifizierung für Kulturschaffende und übergreifende Netzwerke", so Jürgen Lauffer von der der Gesellschaft für Medienkompetenz und Kommunikationskultur (GMK).

Über den Qualitätsverbund "Kultur macht stark"

Der Qualitätsverbund "Kultur macht stark" ist ein Verbundprojekt der Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Er leistet die fachpädagogische Begleitung des bundesweiten Förderprogramms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Mit diesem Programm fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) außerschulische Angebote der Kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche. Der Qualitätsverbund gestaltet Workshops und Konferenzen zu fachlichen Themen und Fragestellungen und richtet sich an Fachkräfte und Multiplikatoren/-innen der Kulturellen Bildung und der Jugendarbeit.

Weitere Informationen unter: www.qualitaetsverbund-kultur-macht-stark.de

Quelle: Akademie Remscheid 24.03.2015

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