Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Kindermedienschutz: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), traf sich am 28.07.2010 mit Vertretern der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und der Thüringer Landesmedienanstalt. Das Treffen diente der Information über gesetzliche Veränderungen im Kinder- und Jugendmedienschutz und über die Arbeit beider Institutionen.

„Unsere Kinder und Jugendlichen müssen vor Medieninhalten geschützt werden, die nichtaltersgerecht sind und sie in ihrer Entwicklung negativ beeinflussen. Für die Eltern ist wichtig, dass jugendgefährdende Inhalte im Fernsehen, im Internet oder im Radio eindeutig gekennzeichnet sind. Die Eltern müssen sich darauf verlassen können. Die Medienangebote verändern sich rasend schnell, ebenso wie die Technik, mit der sie wahrgenommen werden können. Es ist daher notwendig, dass auch der Kinder- und Jugendmedienschutz immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird“, sagte Taubert.

Rundfunk- und Internetanbieter sind nach wie vor selbst für ihre Angebote verantwortlich. „Es geht nicht darum, die Sender und Anbieter zu zensieren. Die Freiwilligen Selbstkontrolle ist und bleibt als festgeschriebener Entscheidungsrahmen. Doch im Fall von Gefährdungen und Verstößen muss im Interesse des Kinder- und Jugendschutzes eingeschritten werden können. Die KJM leistet hier eine wertvolle Arbeit, die ich auch zukünftig unterstützen werde“, sagte Taubert. 

Am 10. Juni 2010 wurde der Rundfunkstaatsvertrag zum 14. Mal geändert. Damit wurde ebenfalls vereinbart, den Kindermedienschutzes zu novellieren. Technisch bedingte und inhaltliche Veränderungen der Medienangebote sollen sich auch im Kindermedienschutz wiederfinden. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), in der auch der Freistaat durch die Landesmedienanstalt mitwirkt, hat den Auftrag, den Kinder- und Jugendschutz im privaten Rundfunk und in den Telemedien zu überprüfen und Verstöße zu ahnden.

Quelle: Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit des Freistaates Thüringen

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