Digitalisierung und Medien / Förderung der Erziehung in der Familie

Kindermedienland-Workshops bieten Eltern Hilfestellung und Tipps für die Medienerziehung

Um Eltern, Lehrer und Schüler direkt an den Schulen für das Thema Medienkompetenz zu sensibilisieren und sie in ihrer eigenen Medienkompetenz zu stärken, hat das Staatsministerium Baden-Württemberg im Rahmen der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg das Projekt „101 Schulen“ aufgelegt.

„Kinder und Jugendliche hinterlassen in den Sozialen Netzwerken digitale Spuren, indem sie oft freizügig und unbekümmert mit ihren persönlichen Daten umgehen. Mit den Elternworkshops der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg wollen wir die Erziehungsverantwortlichen für die Datenschutzprobleme in den Sozialen Netzwerken sensibilisieren“ erklärte die Ministerin im Staatsministerium Baden-Württemberg, Silke Krebs, am vergangenen Freitag anlässlich des Elternworkshops „Facebook und Co.“ am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Ludwigsburg.

„Eltern dürfen ihre Kinder im Umgang mit den Sozialen Netzwerken nicht alleine lassen und sollten sie zu einem sorgsamen und sparsamen Umgang mit ihren persönlichen Daten unterstützen”, betonte die Ministerin. Für Kinder und Jugendliche seien Soziale Netzwerke eine tolle Kommunikationsplattform, über die sie sich mit ihren Freunden und Gleichgesinnten austauschen könnten.  „Um im Internet aufzufallen, nehmen sie in Kauf, möglichst viele Details aus ihrem Privatleben mitzuteilen. Dabei ist ihnen häufig nicht bewusst, dass die Informationen öffentlich sind und sie aufgrund der Globalität des Internet nur eingeschränkt Kontrolle über ihre Daten behalten“, unterstrich die Ministerin. Um sie vor unangenehmen Erfahrungen in den Sozialen Netzwerken wie Cybermobbing oder Datenmissbrauch zu schützen, müssten Eltern die Mediennutzung ihrer Kinder aktiv begleiten und vom ersten Mausklick an verlässliche Ansprechpartner sein.  

Die Initiative Kindermedienland biete eine zuverlässige Navigationshilfe für das Internet. Der rasante technische Wandel verlange den Eltern und Erziehungsverantwortlichen ein lebenslanges Lernen über die Anwendungsmöglichkeiten digitaler Medien ab. „In Workshops und Informationsveranstaltungen wollen wir den Eltern möglichst flächendeckend konkrete Hilfestellung und praktische Tipps für eine nachhaltige Medienerziehung an die Hand geben“, erklärte der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) Thomas Langheinrich, Mitveranstalter des Eltern-Workshops. „Das Wissen, wie Medien funktionieren, ist wie ein digitaler Sicherheitsgurt, den wir alle anlegen müssen“.  

Der Elternworkshop am Freitag stand unter dem Motto „Facebook und Co.“ und wird im Rahmen der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg durchgeführt. Er ist Teil des Projekts „101 Schulen”, mit dem bis Ende 2012 mindestens 101 medienpädagogische Bildungsveranstaltungen für Eltern, Schüler sowie Pädagogen im Auftrag des Staatsministeriums vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und der MFG Innovationsagentur für IT und Medien durchgeführt werden. „Die Nachfrage nach medienpädagogischer Anleitung ist groß und wird aufgrund der hohen Attraktivität der Sozialen Netzwerke in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit sogar weiter zunehmen. Mit unseren Veranstaltungen wollen wir die vielfältigen Chancen und Möglichkeiten der digitalen Medien und praktikable Wege zu einem verantwortungsbewussten und sinnvollen Umgang mit ihnen aufzeigen“, sagte Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg.

Mehr Informationen finden sich unter www.kindermedienland-bw.de

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

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