Digitalisierung und Medien / Kindertagesbetreuung

Kinder aus Zuwandererfamilien sollen in NRW ihre Medien- und Sprachkompetenz stärken

Kinder spielen gemeinsam am Tisch
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Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) kooperiert mit regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA).

Projekt „Rucksack KiTa“ um Baustein „Medienerziehung" erweitert

Angebote zur sprachlichen Bildung für Kinder mit Zuwanderungsgeschichte sollen künftig eng mit Angeboten zur Medienerziehung verknüpft werden. Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) haben zu diesem Zweck gemeinsam Materialen zur Sprach- und Medienkompetenzförderung für Kindertageseinrichtungen entwickelt.

Grundlage der Kooperation ist das etablierte Programm zur Sprachförderung und Elternbildung „Rucksack KiTa“ der RAA. Ziel des Projektes ist es, Eltern mit Zuwanderungsgeschichte zu einer entwicklungsfördernden Spracharbeit mit ihren ca. vier- bis sechsjährigen Kindern anzuleiten. Parallel zu Eltern-Kind-Aktivitäten, die zu Hause meist in der jeweiligen Herkunftssprache stattfinden, erfolgt bei der jeweiligen Kindertagesstätte die Förderung der Kinder auf Deutsch. Neu hinzu kommt nun der Baustein zum Thema „Medienerziehung“.

Christiane Bainski, Leiterin der Hauptstelle RAA NRW (mit Sitz in Essen), betonte die Bedeutung der Kombination von sprachlicher Bildung und Mediennutzung: „Medien können auf unterschiedliche Weise zur sprachlichen Bildung beitragen. Dies gelingt jedoch nur, wenn sie aktiv und gezielt dafür eingesetzt und Kinder entsprechend begleitet werden." Insofern sei es umso wichtiger, Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erziehern sowohl Hintergrundwissen als auch konkrete Regeln und Tipps zu Fernsehen, Computer, Internet und Handy mit auf den Weg zu geben.

Der Medien-Baustein für „Rucksack KiTa" setzt genau hier an und liefert den am Projekt teilnehmenden Kitas und Eltern nicht nur grundlegende Informationen zur Medienerziehung, sondern vor allem auch jede Menge praktische Übungen für die Kindertagesstätte und zu Hause. Mit Kamera oder Handy Bilderrätsel zu verschiedenen (Sprach-)Begriffen gestalten, eigene Trickfilme und Hörspiele erstellen, einfach nur Titelmelodien gemeinsam erraten oder Werbeprodukte erkennen und beginnen, sich damit kritisch auseinander zu setzen – so lernen die Kleinen auf spielerische Weise, mit Medien wie auch mit Sprache bewusst umzugehen.

LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier betonte, über schon bestehende Projekte wie „Rucksack KiTa“ könne das Kernanliegen der Medienkompetenzförderung auf sehr effektive Weise in die Breite vermittelt werden. „Deshalb freue ich mich über die Zusammenarbeit mit den regionalen Arbeitsstellen in Nordrhein-Westfalen. Mit Hilfe der Expertise und den Strukturen dieses Netzwerk-Partners können nun noch zielsicherer Angebote zur Medienbildung für Kinder und Eltern mit Zuwanderungsgeschichte gemacht werden.“

Durch eine Rahmenvereinbarung zwischen LfM und der Hauptstelle RAA ist sichergestellt, dass auch langfristig weitere gemeinsame Angebote zur Medienkompetenzförderung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen offeriert werden können.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.rucksack-griffbereit.raa.de

Quelle: LfM NRW

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