Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Kampagne gegen Rechtsextremismus in Sozialen Netzwerken

Amadeo Antonio Stiftung und Betreiber Sozialer Netzwerke rufen Nutzerinnen und Nutzer vom 11. bis. 17. Oktober zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus auf

Soziale Netzwerke gegen Nazis
Dieses Icon können Nutzerinnen und Nutzer Sozialer Netzwerke als Profilbild einstellen und damit ihre Ablehnung von Rechtsextremismus deutlich machen.

In Sozialen Netzwerken melden Neonazis sich mit rechtsextremen Nicknames an, stellen Videos von einschlägigen Szene-Bands ein, vernetzen sich in revisionistische Gruppen, stiften mit rassistischen Parolen in Chatforen Unfrieden oder bedrohen mit Pinnwand-Postings nicht-rechte Userinnen und User. Sie knüpfen untereinander Kontakte, stellen stolz ihre hasserfüllte Gesinnung zur Schau und brüsten sich mit dem Gefühl, eine "unterdrückte Minderheit" zu sein. Damit versuchen sie, Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus oder Verschwörungstheorien normal und alltäglich erscheinen zu lassen. Und sie üben auch im Internet Gewalt gegen Menschen oder Gruppen aus – von Psychoterror in Internetforen bis zur Verabredung körperlicher Angriffe in der Realität. 


Die Sozialen Netzwerke, die sich an der Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" beteiligen, dulden keine rassistischen, antisemitischen, homophoben und diskriminierenden Äußerungen auf ihren Plattformen. Sie gehen gegen rechtsextreme Versuche vor, ihre Ideologie als scheinbare Normalität ins Internet zu stellen und die Netzwerke damit zu vereinnahmen. Sie haben Rechtsextremismus als Problem erkannt und sind auf der Seite der Userinnen uns User, die Diskriminierungen entgegen treten.

Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus kann jedoch nicht technisch durch die Sozialen Netzwerke gelöst werden. Die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer ist gefragt. Rechtsextreme, rassistische, antisemitische Postings zu melden und zu löschen sind ein erster Schritt, um zu zeigen, dass diese Ideologien unerwünscht sind und die Mehrheit der Internetuser die Achtung der Menschenrechte als Basis der Freiheit sieht, auf der sie sich Kommunikation wünschen.
Die Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" stellt Nutzerinnen und Nutzern zudem ein Icon zur Verfügung, das im Kampagnenzeitraum 11. bis 17. Oktober als Profilbild genutzt werden kann.

Die Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" basiert auf einer Idee des Internetportals netz-gegen-nazis.de, der Amadeu Antonio Stiftung und der Wochenzeitschrift ZEIT. An der Kampagne beteiligen sich unter anderem die Netzwerke der VZ-Gruppe, myspace und wer-kennt-wen.de. Nicht dabei ist Facebook, mit 11,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzern das größte Soziale Netzwerk in Deutschland. Facebook hatte vor wenigen Tagen eine Gruppe gelöscht, die für die Löschung der NPD-Fanseite bei Facebook eintrat. Die Fanseite der NPD bei Facebook besteht weiterhin.

Mehr Informationen: www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de

ch

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