Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Jugendmedienschutz aus der Perspektive handlungsorientierter Medienpädagogik

Mädchen beschäftigt sich mit Laptop
Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com

Das JFF - Institut für Medienpädagogik hat angesichts der Novellierung des Jugendmedienschutz-Vertrages eine Stellungnahme herausgegeben. JFF fordert einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz, der über Gefahrenabwehr hinaus geht.

Stellungnahme des Vorstands des JFF - Institut für Medienpädagogik verabschiedet durch den Vorstand des JFF – Jugend Film Fernsehen e.V.: Prof. Dr. Bernd Schorb (Vorsitzender, Universität Leipzig), Klaus Lutz (stellv. Vorsitzender, Medienzentrum Parabol), Martina Liebe (Bayerischer Jugendring), Margrit Lenssen (ZDF), Alexandra Lins (Medienfachberaterin für den Bezirk Oberpfalz), Prof.'in Dr. phil. Gudrun Marci-Boehncke (Universität Dortmund), Prof.‘in Dr. Manuela Pietraß (Universität der Bundeswehr München), Prof. Dr. Hermann Sollfrank (Katholische Stiftungsfachhochschule München), Prof.'in Friederike Tilemann (PH Zürich).

Die Online-Konsultation zur Novellierung des Jugendmedienschutz-Vertrages geht in die nächste Runde. Das JFF benennt in seinem Thesenpapier zentrale Herausforderungen aus medienpädagogischer Perspektive, um sich in den aktuellen Diskurs einzubringen.

Recht auf Schutz - aber auch informationelle Selbstbestimmung

In der Stellungnahme heißt es, in der aktuellen Debatte sei kein solidarisches Bewusstsein gegenüber derer zu spüren, dessen wohl geschützt werden müsse. Vielmehr würden technische Lösungen für Erziehende bevorzugt thematisiert werden. Zudem würden gesellschaftliche, wirtschaftliche und mediale Strukturen einerseits und die aktuell diskutierten technischen Lösungen andererseits zu erschwerten Bedingungen für Erziehungsberechtigten führen, insbesondere in Bezug auf ihre erzieherische Verantwortung. Dem JFF ist es ein besonderes Anliegen, Kinder und Jugendliche als Akteurinnen und Akteure wahrzunehmen. In Bezug auf Ihren tatsächlichen Schutzbedarf seien die Kinder und Jugendliche in ihrem eignen Handeln zu unterstützen, dieser liege auch in, vom Jugendmedienschutz wenig erfassten Bereichen, z.B. Datenschutz, Urheberrecht usw.

Argumentiert ist die Stellungnahme mit dem Anspruch, eine souveräne Lebensführung von Heranwachsenden zu befördern und das erzieherische und pädagogische Umfeld dabei bestmöglich zu unterstützen. Daraus resultierende Anforderungen der Medienpädagogik an den Jugendmedienschutz sind in der Stellungnahme des JFF vom 22.10.2014 zu finden.

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