Digitalisierung und Medien / Gesundheit

Jugendmedienprojekt sucht Menschen mit Tic-Störungen

Junge Frau mit Videokamera
Bild: Margarit Ralev   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Für einen Dokumentarfilm sucht das Medienprojekt Wuppertal Menschen mit Tourette-Syndrom und anderen Tic-Störungen. Das Videoprojekt soll Nichtbetroffene für das Thema sensibilisieren und Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenwirken.

Viele vom Tourette-Syndrom und anderen Tic-Störungen Betroffene leiden vor allem unter der Reaktion der Umwelt auf ihre Symptome, was zum Teil dazu führt, dass sie sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Das Medienprojekt Wuppertal plant für einen Dokumentarfilm die filmische Begleitung von Menschen mit Tourette-Syndrom und anderen Tic-Störungen zwischen 10 und 40 Jahren.

Im Zentrum des Filmes steht die Darstellung des individuellen Umgangs, des Alltags und des Umgangs der Betroffenen und Angehörigen mit den Tic-Störungen und den Reaktionen der Umwelt. Ziel des Films ist es, einen Einblick in das breite Spektrum und die verschiedenen Symptomatiken des Tourette-Syndroms und anderen Tic-Störungen zu gewähren. Er soll außerdem aufzeigen, welche Möglichkeiten Betroffene und deren Familien haben, am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren.

Im Film sollen Menschen unterschiedlichen Alters (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) porträtiert werden.

Weitere Themenschwerpunkte können sein:

  • Tic-Störungen in Schule, Ausbildung und Beruf
  • soziale Kontakte, Freunde und Partnerschaft
  • verschiedene Behandlungs- und Umgangsformen
  • Unterstützung in Selbsthilfestrukturen

Die Dokumentation soll Nichtbetroffene für das Thema sensibilisieren und Menschen über das vielfach noch wenig oder nur über die Koprolalie bekannte Störung zu informieren. Er soll die Betroffenen nicht als Kranke, sondern als Menschen darstellen, sie ermutigen und aus sozialer Isolation herausholen, Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenwirken und für Diversität werben.

Der Film wird im Zeitraum von Dezember 2015 bis Juni 2016 produziert und nach seiner Fertigstellung im Kino präsentiert, anschließend (nichtgewerblich über den eigenen Verlag des Medienprojektes Wuppertal) als Aufklärungs- und Bildungsmittel auf DVD vertrieben.

Für das Filmprojekt können sich Interessierte melden beim:

Medienprojekt Wuppertal
Christian Meyer, Andreas von Hören
E-Mail: info@DontReadMemedienprojekt-wuppertal.de
Fon: 0202-563 2647

Quelle: Medienprojekt Wuppertal vom 02.12.2015.