Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

Jugendforum NRW: Spielend lernen in virtuellen Welten

Vom 18. – 22. August präsentieren sich zahlreiche Jugendprojekte aus Jugendhilfe und Schule auf der gamescom in Halle 8 der Kölner Messe.

Logi Jugend online

Am Programm des Jugendforums NRW und in der ESL-Halle (Electronic Sports League) beteiligen sich Jugend online und Partner.

Scream-Box: Mal richtig losschreien wenn´s über einen kommt. Das wagt man ja sonst nicht. Am Stand von Jugend online und Partner kann man mal richtig loslassen :-). Zur Erinnerung an den emotionalen Ausbruch gibt es ein Foto, das durch jeden gewaltigen Schrei ausgelöst wird.

Machinima Gruß-Video: Machinimas sind Animationen, die in Computerspielen erstellt werden. Hier lässt sich direkt ein Clip mit Grüßen aus dem gefilmten Spiel an die Daheimgebliebenen gestalten. 

Qrcode-Rallye: Qrcodes verstecken Internetlinks, Texte oder Visitenkarten in einer zweidimensionalen Grafik. Die kann man mit dem Handy entschlüsseln. Wir legen auf der Gamescom eine Parcour mit plakativen Qrcodes an, die in ein Quiz-Labyrinth führen, das man nur mit dem Handy lösen kann.

watch your web! In sozialen Netzwerken und Spiele-Communitys werden eine Menge persönlicher Daten ausgetauscht. Nicht immer ist klar, welche Tragweite das haben kann. Da wird Medienkompetenz immer wichtiger, um noch besser durchzublicken. Mit Daniel Poli von Jugend online

Best of mb21 und Ohrenblick: Bei den beiden bundesweiten Wettbewerben geht es in den Beiträgen nicht nur oft um´s Spielen. Vielmehr ist es eine Chance, spielerisch lernend durch eigenes mediales Produzieren seine Kompetenzen auszubauen. Mit Doreen Mewes vom Medienkulturzentrum Dresden und Jürgen Ertelt von Jugend online

mobile gaming – mobile learning: Handys werden zum Mobile. Das Iphone und andere Smartphones werden durch das eingebaute GPS zum geländegängigen Spielgerät, um in Stadt und Landschaft Geocaching und Verfolgungsspiele zu erleben. Medialepfade gibt einen Überblick zu den Möglichkeiten von Spaß bis Edutainment. Mit Daniel Seitz von Medialepfade / Medienkulturzentrum Dresden

 

 


drei Jungen
Foto: Koelnmesse

Wie schon in den vorangegangenen Veranstaltungen der letzten Jahre, sollen auch 2010 die unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen der jungen Gamer und Erwachsenen in den Vordergrund gerückt und die Möglichkeit geboten werden miteinander in einen konstruktiven Dialog zu treten. Mit Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und in Kooperation mit der Stabsstelle Medien und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, präsentieren sich deshalb vom 18. – 22. August auf der gamescom in Halle 8 der KölnMesse ca. 30 Partnerinstitutionen und zahlreiche Jugendprojekte aus Jugendhilfe und Schule aus NRW und Köln mit vielfältigen und interessanten Programmpunkten zum Thema „Spielend lernen in virtuellen Welten".
Veranstalter und Kooperationspartner laden Gamer, Eltern, Lehrer, Pädagogen und weitere interessierte Besucherinnen und Besucher herzlich ein den Stand des Jugendforums NRW in Halle 8 zu besuchen, wo abwechslungsreiche, unterhaltsame und anregende Informations-, Beratungs-, Erlebnis- und Mitmachangebote für Jung und Alt auf sie warten.

Die Computertechnologien bieten den meisten Gesellschaftsgruppen vielfältige innovative Anwendungsformen und vorteilhafte Nutzungsmöglichkeiten im Arbeitsleben sowie im Ausbildungs- und Bildungsbereich. Parallel hierzu hat sich ein elektronischer und digitaler Unterhaltungsmarkt ausgebildet, wobei insbesondere der Markt der Computer- und Konsolenspiele mittlerweile zu einem führenden Wirtschaftssektor auch in Deutschland geworden ist.
Mit der Einrichtung erster Lehrstühle zum Thema Computerspiele wird deutlich, dass auch die Hochschulen in Deutschland der Meinung sind, dass Computerspiele weitaus komplexer zu betrachten sind und mehr zu bieten haben, als nur Gewaltexzesse. Jüngste Studien verweisen darauf, dass die neuesten Spiele die kognitiven Fähigkeiten der Spieler extrem trainieren und zu Wissen und Erfahrung beitragen.
Auch die Politik sieht in den interaktiven Unterhaltungsmedien ein wichtiges Kulturgut und so lobt der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung gemeinsam mit den Verbänden der Spielebranche seit 2009 den Deutschen Computerspielpreis aus. Er ist Deutschlands höchste Auszeichnung für interaktive Unterhaltungsmedien.

All diese Entwicklungen zeigen, dass in der öffentlichen Diskussion die Computerspiele mittlerweile wesentlich vielschichtiger und differenzierter diskutiert und betrachtet werden. Doch während die digitalen Spiele sich längst als prägender Bestandteil einer neuen Jugendkultur etabliert haben, ist ebenso festzustellen, dass viele Erwachsene den Computerspielen auch weiterhin eher skeptisch und kritisch gegenüberstehen. Diese digitale Kluft vor allem zwischen den jugendlichen Gamern und den Eltern und Pädagogen durch Kommunikation und mit Projektpräsentationen zu überbrücken, ist das Anliegen des „Jugendforums NRW – Spielend lernen in virtuellen Welten“.

>> www.jugendforum-nrw.de
>> www.gamescom.de

Quellen: Stadt Köln, Jugend online

ch

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