Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

Instagram und YouTube der (Pre-)Teens – Inspiration, Beeinflussung, Teilhabe

Kinder machen Selfies
Bild: © Syda Productions - fotolia.com

Das neue Dieter Baacke Preis Handbuch 14 widmet sich den digitalen Aktionsräumen und Medienkulturen der (Pre-)Teens. Es bietet Anregungen zur pädagogischen Begleitung und Unterstützung von jungen Menschen, um Risiken der digitalen Alltagskultur begegnen zu können und für eine kritische Wahrnehmung von Inhalten zu sensibilisieren.

Kinder und Jugendliche nutzen Social Media-Plattformen regelmäßig und auf vielfältige Weise: Das eigene Instagram-Profil, der gar nicht so private YouTube-Kanal, selbstinszenierte Clips mit der Video- und Musik-App TikTok. Zudem folgen sie zahlreichen Influencer/-innen und bleiben über die Apps mit ihren Freund(inn)en in Kontakt. Die Bandbreite der Plattformen bietet für die 9- bis 16-jährigen Tweens und Teens einen Experimentier- und Orientierungsraum auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Anregungen zur pädagogischen Begleitung

Die vorliegenden Beiträge bieten Anregungen, die digitalen Aktionsräume und Medienkulturen der (Pre-)Teens wahrzunehmen und pädagogisch zu begleiten. Denn vielfältige Entwicklungsaufgaben lassen sich mit den digitalen Aktivitäten verbinden: Selbstwirksamkeit, Selbstausdruck, das Erproben und Entwickeln von Identitäts- und Geschlechtsrollen. Auch Prozesse der Ablösung, Autonomie und Vergemeinschaftung stehen im Kontext digitalen Handelns. Zudem eignen sich Kinder und Jugendliche hierbei vielfältige Sachkompetenzen an. Nicht zuletzt ermöglicht das digitale Medienhandeln den Heranwachsenden eine aktive Teilhabe an Kultur und Politik.

Analyse- und Kritikfähigkeit der Heranwachsenden entwickeln

Zugleich birgt die digitale Alltagskultur für Kinder und Jugendliche Risiken, die über das bekannte Cybermobbing hinausgehen: Sie können auf sexistische, rassistische oder radikal-religiöse Inhalte sowie auf Verschwörungstheorien treffen. Es begegnen ihnen zwiespältige Rollen- und Körperbilder und eine kontinuierliche Aufforderung zur Selbstoptimierung und Selbstdarstellung. Gerade die jüngeren Nutzer/-innen benötigen Orientierung in der digitalen Lebenswelt. Hier ist pädagogische Begleitung und Unterstützung gefordert, um – auch mit kreativen Methoden – die Analyse- und Kritikfähigkeit der Heranwachsenden zu entwickeln und um ihnen kulturelle und politische Teilhabe in der digitalen Welt zu erschließen.

Praxistipps und Methoden

Der Band reflektiert das Medienhandeln von Mädchen und Jungen auf dem Weg zum Erwachsensein und vermittelt dazu auch Methoden und Ansätze der praktischen medienpädagogischen Arbeit. Mit dem Dieter Baacke Preis werden alljährlich medienpädagogische Projekte ausgezeichnet, die mit Kindern und Jugendlichen entstehen. Im zweiten Teil des Handbuches sind diese prämierten Projekte auch in Form von Interviews mit den Macher(inne)n dokumentiert.

Das Dieter Baacke Preis Handbuch 14 kann beim kopaed-Verlag bezogen werden.

Weitere Infos zum Dieter Baacke Preis finden sich auf der Webseite www.dieter-baacke-preis.de. Projekte für den Dieter Baacke Preis 2019 können bis zum 31. Juli eingereicht werden.

Quelle: GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur vom 26.06.2019

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