Digitalisierung und Medien / Ganztagsbildung

Initiative D21: Bildung ist Grundlage für Zukunftsfähigkeit in der Digitalisierung

Ein Junge sitzt am Tisch und schaut konzentriert auf ein Tablet
Bild: rawpixel.com

Anlässlich der Kultusminister-Konferenz am 6. Dezember äußerte sich der Präsident der Initiative D21 zur vorläufigen Blockade des Digitalpaktes. Er sprach sich für ein rasches und entschlossenes Handeln aus, um die digitale Bildung in Schulen voranzubringen. Eine aktuelle Studie der Initiative untermauert den hohen Stellenwert, den die Gesellschaft digitaler Bildung und digitalen Kompetenzen zumisst.

Zur vorläufigen Blockade des Digitalpaktes betonte Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21: „Ob wir die Digitalisierung zu unserem Vorteil gestalten können ist das zentrale Thema für unsere Zukunft. Entscheidend dafür sind vor allem die jungen Generationen, wir müssen sie daher bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Die Basis bilden schulische Bildung aber auch Angebote für lebenslanges Lernen, vor allem in Hinblick auf digitale Kompetenzen. Gute Bildung ist aber nicht nur Grundlage für den kompetenten Umgang, sondern auch für Neugier und eine Offenheit gegenüber dem technischen Fortschritt“.

Hoher Stellenwert der digitalen Bildung

Der D21-Digital-Index 2017/2018 zeigt, dass Menschen mit höherer formaler Bildung digitale Anwendungen intensiver und kompetenter nutzen und sich offener gegenüber neuen Entwicklungen zeigen, als Menschen mit geringerer formaler Bildung. Ihr Indexwert liegt mit 68 zu 32 Punkten mehr als doppelt so hoch. Auch untermauert die Studie den hohen Stellenwert, den die Gesellschaft der digitalen Bildung und den Kompetenzen zumisst: 68 Prozent stimmen der Aussage „Digitale Medien müssen heutzutage grundlegender Bestandteil aller Schulfächer sein“ zu. 65 Prozent sagen „Die Vermittlung von Programmierkenntnissen muss heutzutage grundlegender Bestandteil der Schulbildung sein.“ (Basis: Personen ab 14 Jahren [n = 2.035]; Angaben und Abweichungen in Prozent).

Digitale Bildung in Schulen voranbringen

Anlässlich der Kultusminister-Konferenz am 6. Dezember sagte Hannes Schwaderer: „Wir brauchen entschlossenes Handeln und den Willen zu Gestalten auf allen politischen Ebenen. Ein Digitalpakt kann die notwendigen Investitionen freigeben, um die digitale Bildung in den Schulen voranzubringen und Deutschland auch international gut aufzustellen. Eine Einigung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden, das wäre fatal.“

Über Initiative D21 e.V.

Die Initiative D21 ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der 1999 mit dem Ziel gegründet wurde, die digitale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Mit seiner nun knapp 20-jährigen Erfahrung setzt sich der Verein gemeinsam mit seinem branchenübergreifenden Netzwerk aus Politik und Wirtschaft dafür ein, die durch die Digitalisierung entstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen in all ihren Facetten zu erfassen und die Bürgerinnen und Bürger zu befähigen, sich selbstbestimmt in der digitalen Welt bewegen zu können. Rund 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen aller Branchen sowie politische Partner von Bund und Ländern bringen gemeinsam in diesem Netzwerk praxisnahe Non-Profit-Projekte voran. Der Verein ist engagiert, den Diskurs zwischen Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu verbessern.

Quelle: Initiative D21 e.V. vom 06.12.2018

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