Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Ideenwettbewerb "Vergessen im Internet" bis zum 31. Januar 2012 verlängert

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Das Bundesministerium des Innern hat den Ideenwettbewerb "Vergessen im Internet" bis zum 31. Januar 2012 verlängert. Der gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) veranstaltete Wettbewerb sollte ursprünglich nur bis zum 31. August 2011 laufen.

Mit der Verlängerung des Wettbewerbs wird dem vielfachen Wunsch insbesondere von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden entsprochen, die mit Hinweis auf die Ferien bzw. Semesterferien um eine Verlängerung der Frist in das nächste Schuljahr bzw. Semester gebeten hatten.
"Die positiven Reaktionen und vielen Fragen von Interessierten bestätigen uns, dass wir mit dem Wettbewerbsthema genau richtig liegen und Fragen aufgreifen, die sowohl Experten als auch weite Teile der Gesellschaft beschäftigen", sagt Dr. Rainer Stentzel, Koordinator des Wettbewerbs und Mitglied der Projektgruppe Netzpolitik im Bundesministerium des Innern. "Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt schnell reagieren und dem Bedürfnis der Interessierten nach mehr Zeit für die Auseinandersetzung mit diesem Thema entgegenkommen."

Ziel des Ideenwettbewerbs ist der Anstoß einer sowohl gesellschaftsübergreifenden als auch fachlichen Diskussion über die Vor- und Nachteile der permanenten Verfügbarkeit von Daten und Informationen im digitalen Zeitalter.

Insbesondere bei den jüngeren Zielgruppen stößt der Ideenwettbewerb auf großes Interesse. Neben Unternehmen, Studierenden, wissenschaftlichen Institutionen, Organisationen und Privatpersonen können auch Schülerinnen und Schüler allein oder als Gruppe Beiträge einreichen. Für Schüler wurde ein Sonderpreis ausgelobt. Beiträge können in drei Kategorien eingereicht werden. Dem Ideenreichtum sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Die Beiträge können unterschiedlichste Formate haben, z. B. Essays, Gedichte, Collagen, Videos, technische Konzepte, wissenschaftliche Abhandlungen u.v.m.

In der Kategorie "Bewusstsein schärfen" sind vor allem kreative Beiträge gefragt, die verdeutlichen, welche Chancen und Risiken mit dem Nicht-Vergessen im Internet verbunden sind. In der zweiten Kategorie "Umgangsformen und Regeln" sind Akteure der Sozial-, Geistes- und Rechtswissenschaften angesprochen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. In der Kategorie "Technik des Vergessens" schließlich werden technische Lösungen gesucht, die ein Vergessen im Internet ermöglichen können.

Bei den bislang eingereichten Beträge zeichnen sich derzeit zwei inhaltliche Schwerpunkte ab: der verantwortungsvolle Umgang mit persönlichen Daten sowie technische Lösungsansätze. So wurde beispielsweise ein Konzept dazu eingereicht, wie Schüler sich gegenseitig zum verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet trainieren können. Aber auch verschiedene kreative Beiträge, z. B. Plakate sowie ein technischer Vorschlag für das automatisierte Depublizieren von Fotos oder persönlichen Informationen, sind bereits eingegangen.
Weitere Inspiration und Hinweise dazu, wie die Wettbewerbsbeiträge aussehen und mit welchen Fragen sie sich beschäftigen könnten, hält die Website des Wettbewerbs bereit. Hier gibt es individuelle Informationen für Schülerinnen und Schüler, für Studierende, Akteure aus der Wissenschaft und für Interessierte aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Neben der Verlängerung der Einreichungsfrist wird das Organisationsteam des Wettbewerbs bis Ende des Jahres im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen rund um das Thema Internetnutzung auch direkt mit den Zielgruppen das persönliche Gespräch suchen und für einen Dialog zur Verfügung stehen.

>> mehr Informationen: http://www.vergessen-im-internet.de/

Quelle: Bundesministerium des Inneren

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