Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

Hohe Teilnehmerzahlen beim Deutschen Multimediapreis MB21

Bild: MB21   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Bis zum Bewerbungsschluss am 23. September 2013 hatten über 1.300 Teilnehmer insgesamt 259 multimediale Produktionen beim Wettbewerbsbüro von MB21 eingereicht. „Die Anzahl der Einreichungen war in diesem Jahr besonders hoch“, freut sich Kirsten Mascher, Projektleiterin am Medienkulturzentrum Dresden.

„Im Vergleich zum Vorjahr sind jedoch die Gruppenarbeiten zurückgegangen. Dafür gibt es mehr Beiträge von Einzelpersonen“. Bei den eingereichten Produktionen stehen vor allem Animationen, Sound-Produktionen, aber auch Handy- und Computer-Anwendungen sowie Spiele hoch im Kurs. „Zu den ausgefallensten Einreichungen gehörte ein Roboter, der sich auf zwei Rädern fortbewegt und dabei selbst ausbalanciert“, ergänzt Kirsten Mascher.
 
Die Jurys, zusammengesetzt aus Fachleuten der Bereiche Kinder- und Jugendkultur, Medienpädagogik, -produktion und –kunst, sichteten jeden einzelnen der vielfältigen Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt 21 Produktionen hielten den kritischen Blicken der Jurymitglieder stand und sind nun für die MB21-Preise vorgeschlagen. Wer schließlich das Rennen um die Sach- und Geldpreise im Wert von über 10.000 Euro macht, wird erst bei der Preisverleihung während des MB21-Festivals vom 16. bis zum 17. November in der Dresdner „scheune“ verraten.

Neue Altersgruppe von 21 bis 25 Jahren startet durch

Erstmals hatten in diesem Jahr Berufsanfänger und junge Studierende die Möglichkeit, bei MB21 teilzunehmen und ihre multimedialen Innovationen einzureichen. Dieses Angebot ist von den jungen Erwachsenen sehr gut angenommen worden: Insgesamt 36% aller Wettbewerbsbeiträge stammen von 21 bis 25-Jährigen. „Die Produktionen der älteren TeilnehmerInnen zeichnen sich meist durch ihre große Professionalität sowie durch ein breites formales Spektrum aus. Das erhöht die Vielfalt der Beiträge insgesamt und soll auch jüngere Medienmacher motivieren, neue Bereiche der digitalen Kreativität für sich zu entdecken“, erläutert Natália Wiedmann, Projektleiterin am Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF). 

Medienmacher aller Altersgruppen kommen aus ganz Deutschland

Rund die Hälfte aller Einreichungen kommt zu fast gleichen Anteilen aus den Altersgruppen der 11 bis 15 und 16 bis 20-Jährigen. Die 7 bis 10-Jährigen machen insgesamt 10% der Teilnehmenden aus und der Vorschulbereich ist mit 3% vertreten. Dabei kommen die Multimedia-Experten aus dem ganzen Bundesgebiet. Spitzenreiter bei den Einreichungen ist Sachsen (15%), dicht gefolgt vom bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (14%). Viele kreative Medienbegeisterte leben außerdem in Berlin (12%), Bayern (11%) und Baden-Württemberg (10%). Mit 47% entstand ein Großteil aller Produktionen in Eigeninitiative von Einzelpersonen oder in Freundesgruppen. „Diese Zahl freut uns besonders“, bemerkt Natália Wiedmann, „denn sie belegt das hohe Engagement, mit dem sich junge Menschen in ihrer Freizeit mit den kreativen Möglichkeiten digitaler Medien beschäftigen.“ Beiträge, die in Schulprojekten entstanden sind, machen 27% der Einreichungen aus, gefolgt von Hochschulprojekten mit 14%. In außerschulischen Angeboten wurden 12% aller MB21-Beiträge erarbeitet. Mädchen liefern mit 46% fast die Hälfte aller eingereichten Produktionen.
 
Alle aktuellen Informationenzum Deutschen Multimediapreis und zum MB21-Festival gibt es unter: www.mb21.de
 
Der „Deutsche Multimediapreis für Kinder und Jugendliche - MB21“ ist eine Initiative im Rahmen des Dialog Internet. Gefördert wird MB21 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Landeshauptstadt Dresden sowie weiteren Partnern. Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Medienkulturzentrum Dresden und dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF) ausgerichtet.

Quelle: Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF)vom 30.10.2013

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