Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Gewinnerbeiträge im Ideenwettbewerb "Vergessen im Internet" ausgezeichnet

Bild: BMI/Hans-Joachim M. Rickel Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger.

Wissensmehrung, Meinungsvielfalt und unbegrenzter Informationszugang, aber auch Cybermobbing, Shit-Storms und peinliche Partyfotos: Das Internet vergisst nicht. Der vom Bundesministerium des Innern und acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ausgelobte Ideenwettbewerb "Vergessen im Internet" hat eine breite Debatte um die Verfügbarkeit von Informationen im Netz angestoßen.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat gestern in Berlin die Sieger des Wettbewerbs gekürt. Ausgezeichnet wurden sieben aus über 100 Einsendungen: vom YouTube-Clip bis zur analogen und mit der Schreibmaschine kommentierten Fotomappe. Die Hauptpreise waren mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Schüler, Studenten, Unternehmen und Privatpersonen haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und in den drei Wettbewerbskategorien "Bewusstsein schärfen", "Umgangsformen und Regeln" und "Technik des Vergessens" zahlreiche Beiträge in den unterschiedlichsten Formaten eingereicht - von Essays, Gedichten, Collagen, Videos und technischen Konzepten bis hin zu wissenschaftlichen Abhandlungen.

Die Hauptpreise gingen an:

"Jeder muss wissen, dass das Internet nicht vergisst und Informationen im Netz auf Dauer verfügbar bleiben - und zwar regelmäßig auch dann, wenn sie am ursprünglichen Ort längst gelöscht sind. Rechtliche Regelungen stoßen daher an Grenzen. Jeder sollte sich aktiv damit auseinandersetzen, welche Informationen er von sich ins Netz stellt und - auch darüber müssen wir diskutieren - welche Informationen über andere er preisgibt", erklärte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.
Prof. Dr. Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, ergänzte: "Der Erfolg des Wettbewerbs zeigt: Wir haben in Deutschland erheblichen Diskussionsbedarf über die Regeln, Techniken und die Kultur der Internetnutzung. Ich bin begeistert, dass sich so viele Jugendliche mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Denn es ist die junge Generation der Digital Natives, die eine neue Kultur für den Umgang miteinander im Netz schaffen müssen. Die Bandbreite der Beiträge zeigt, dass die Ideen dafür noch lange nicht ausgeschöpft sind."

Quelle: Bundesministerium des Inneren

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