Digitalisierung und Medien / Ganztagsbildung

Fünf Hochschulen arbeiten an der Zukunft des MINT-Lernens

Kinder lernen mit Tablet
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Wie können digitale Medien im MINT-Unterricht pädagogisch und didaktisch sinnvoll eingesetzt werden? Dies untersucht ab Herbst 2018 eine Denkfabrik aus Expert(inn)en von fünf deutschen Universitäten. Ziel ist es, gemeinsame Konzepte für guten Unterricht mit digitalen Medien zu entwickeln und diese in die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften zu integrieren.

Mithilfe von Geometrie-Software mathematische Funktionen erlebbar machen oder per Virtual-Reality-Brille in den Blutkreislauf des Menschen eintauchen – naturwissenschaftlicher Unterricht mit digitalen Medien ist faszinierend und begeistert Schüler wie Lehrer. Doch die moderne Technologie muss pädagogisch und didaktisch sinnvoll eingesetzt werden, um sich positiv auf die Lernprozesse der Schüler auszuwirken. Innovative Ideen dafür soll in den kommenden drei Jahren ein neues Vorhaben der Deutsche Telekom Stiftung mit dem Titel „Die Zukunft des MINT-Lernens hervorbringen. Die Projektpartner, fünf der fortschrittlichsten lehrerbildenden Hochschulen des Landes, wurden nun von der Stiftung bekannt gegeben.

Konzepte für MINT-Unterricht in der digitalen Welt

Die fünf Hochschulen – die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Kaiserslautern, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität Koblenz-Landau und die Universität Würzburg – hatten sich in einem bundesweiten Auswahlverfahren gegen 26 Mitbewerber durchgesetzt. Ab Herbst werden sie in einem Entwicklungsverbund gemeinsam Konzepte für guten MINT-Unterricht in der digitalen Welt entwickeln, erproben und in die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) integrieren. Die Telekom-Stiftung investiert insgesamt 1,6 Millionen Euro in das Vorhaben.

Entwicklungsverbund arbeitet zunächst wie eine Denkfabrik

„Normalerweise bewerben sich Hochschulen bei uns mit konkreten Projektvorschlägen. Der neue Entwicklungsverbund arbeitet zunächst eher wie eine Denkfabrik“, sagt Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Telekom-Stiftung. So sollten zunächst die tatsächlichen Bedarfe in der Landschaft analysiert und gemeinsam Konzepte entwickelt werden. Die Umsetzung und die Integration in die MINT-Lehrerbildung erfolgten anschließend in einem zweiten Schritt. „Diese Unschärfe zum Projektstart ist sinnvoll, weil die Digitalisierung so massiv voranschreitet. Wir wissen heute ja noch gar nicht, was in ein oder zwei Jahren die Herausforderungen von Schule sein werden“, so Winter.

Hintergrund

Bei ihrer Entwicklungsarbeit werden die fünf Hochschulen von Expert(inn)en aus Deutschland, Estland, den Niederlanden und Österreich unterstützt. Darunter sind Mediendidaktiker, Lehr-Lern-Forscher, MINT-Fachdidaktiker sowie Lehrkräfte aus der Schulpraxis. Mehr Informationen zum Projekt „Die Zukunft des MINT-Lernens“ finden sich auf der Internetseite der Telekom Stiftung.

Quelle: Deutsche Telekom Stiftung vom 26.03.2018

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