Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

FSM: Ohne Medienerziehung geht es nicht!

Medienerziehung und Jugendschutz dürfen keine Randthemen bleiben. Es ist wichtig, bei Eltern und Heranwachsenden stärker als bisher ein Bewusstsein über Chancen und Risiken der Mediennutzung zu schaffen. Dies sind Themen, die auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Frauen Union Bayern und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V. (FSM) unter dem Titel "Ohne Gewalt geht`s auch! - Wie Jugendliche Medien bewusst nutzen können" in München von Vertretern aus Politik und Wirtschaft diskutiert wurden.

Heutzutage sind Eltern häufig mit den Entwicklungen der neuen Medien überfordert und können potenzielle Risiken für ihre Kinder nur schlecht einschätzen oder wissen gar nicht um neue Trends, die Kinder längst kennen und nutzen. Es muss daher verstärkte Anstrengungen von Politik und Wirtschaft geben, Erziehungsberechtigte auf die besondere Notwendigkeit hinzuweisen, Kindern den Umgang mit Medien näher zu bringen. Die Bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass dafür nicht nur in Bayern bereits vorhandene, qualitativ hochwertige Projekte und Initiativen kanalisiert werden sollten, damit bestehende Aufklärungsmaterialien auch den Weg insbesondere in Grundschulen finden. 

Die stellvertretende Generalsekretärin der CSU, die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär, machte vor dem Hintergrund, dass Eltern heutzutage in der Regel weniger Wissen über mediale Trends und Entwicklungen hätten als ihre Kinder, in ihren Ausführungen deutlich, dass auch Eltern erreicht werden müssen, um überhaupt ein Bewusstsein für die Risiken der Mediennutzung zu schaffen. 

Valentina Daiber, Jugendschutzbeauftragte von Telefonica o2 und Vorstandsmitglied der FSM erklärte: "Wirtschaft und Politik sollten zukünftig noch stärker zusammenarbeiten, damit es einerseits gelingt, Erwachsene überhaupt zu erreichen und über Jugendmedienschutz aufzuklären. Andererseits müssen wir gemeinsam daraufhin arbeiten, dass praxisnahe und kindgerechte Materialien, die seitens der Wirtschaft angeboten werden, auch an bayerischen Bildungseinrichtungen zum Einsatz kommen." Deswegen werden die FSM und auch die Frauen Union das Thema Medienkompetenzerziehung weiter vorantreiben und so einen Beitrag leisten, um den Jugendschutz in Deutschland zu stärken. 

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V.