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Förderschwerpunkt 2018 der mabb: „How to influence – Medienkompetenz für (junge) Prosumer“

Jugendliche zeigen sich gegenseitig Dinge auf dem Smartphone
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YouTube, Instagram und Co. sind für Kinder und Jugendliche die neuen Leitmedien. Influencer sind ihre Vorbilder. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) unterstützt 2018 Projekte zur Förderung von Medienkompetenz, die sich gezielt mit dem Phänomen „Influencer“ auseinandersetzen. Dabei soll es vor allem darum gehen, in welchen Formaten dies zielgruppengerecht vermittelt werden kann.

Auf Influencern liegt aktuell in der Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) beobachtet die Influencer regelmäßig im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit und legt nun ihren Förderschwerpunkt Medienkompetenz 2018 auf das Thema „How to influence – Medienkompetenz für (junge) Prosumer“. „YouTube, Instagram und Co. sind für Kinder und Jugendliche die neuen Leitmedien“, so Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer im Rahmen des Jahresempfangs des mabb-Medienrats am 15. Februar 2018. „Das gilt nicht nur für den eigenen Medienkonsum, sondern auch für künftige Berufsziele. Sie möchten Influencer werden, eifern ihren Vorbildern nach und posten ihre Videos in sozialen Netzwerken und auf Plattformen. Sie werden von Konsumenten zu Prosumern. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, in diesem Jahr den Schwerpunkt der Medienkompetenzförderung auf diesen Bereich zu legen.“

Medienkompetenz-ABC für Prosumer entwickeln

Um den professionellen Influencer hat sich eine ganze Industrie entwickelt – von Akademien, die Influencer ausbilden, über Fach-Kongresse bis hin zu Agenturen und Beratern, die Interessen von Influencern vertreten. Gleichzeitig investieren Unternehmen und Marken zunehmend in Influencer-Werbung, wobei die Grenzen zur Schleichwerbung im Falle von mangelhafter Kennzeichnung mitunter übertreten werden. Diesen Kosmos zu erkennen, zu verstehen und zu reflektieren, ist für junge Menschen nicht leicht.

Förderung für Projekte rund um das Phänomen „Influencer“

Die mabb unterstützt 2018 Projekte Dritter zur Förderung von Medienkompetenz, die sich gezielt mit dem Phänomen „Influencer“ auseinandersetzen. Denn zwischen dem schnell gestreamten Inhalt aus dem Kinderzimmer und dem professionellen und regelkonformen Agieren liegt ein weites Feld. Dieses Feld im Rahmen von Projekten abzustecken, steht im Interesse der Förderung: Welche Medienkompetenzen brauchen Prosumer, und in welchen Formaten können diese zielgruppengerecht vermittelt werden? Dabei soll es nicht darum gehen, Anleitungen für einen möglichst erfolgreichen Influencer zu liefern. Es geht darum, ein ABC zu entwickeln, welche Medienkompetenzen ein Prosumer benötigt. Ein solches ABC kann auch Grundlage sein, um Medienkritik und -reflexion anzuregen.

Die Förderausschreibung zum Medienkompetenz-Schwerpunkt 2018 „How to influence – Medienkompetenz für (junge) Prosumer!“ (PDF, 112 KB) steht auf der Webseite der mabb zur Verfügung.

Ausgezeichnetes Förderprojekt: Mediale Inszenierung eines fiktiven Wahlkampfs

Gemeinsam mit Volontärin Hiba Obaid präsentierte Prof. Hansjürgen Rosenbauer außerdem das mabb-Integrationsvolontariat und das Förderprojekt „Trump it!“. In dem 2017 mit dem Dieter-Baacke-Preis für herausragende medienpädagogische Projekte ausgezeichneten Projekt hat das JFF – Institut Jugend Film Fernsehen Berlin-Brandenburg gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Aktiven Naturschule Prenzlau einen fiktiven Wahlkampf medial inszeniert und anschließend ausgewertet.

Quelle: Medienanstalt Berlin-Brandenburg vom 16.02.2018