Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Fachtagung "Intimität im Netz" behandelte das kontrovers diskutierte Thema Jugendsexualität

Mehr als 120 Teilnehmende aus Schulen, Jugendeinrichtungen, Beratungsstellen, Polizeistellen und Hochschulen diskutierten über die Chancen und Risiken, die das Netz für die Bildung von Identitäten und Intimbeziehungen hat, über Pornografie und Jugendschutz und schließlich über die Frage, wie insbesondere die Medien- und Sexualpädagogik im digitalen Zeitalter angemessen auf die Herausforderungen antworten sollen.

Anlässlich des internationalen Safer Internet Day am 9. Februar 2010 machten viele Organisationen mit Aktionen und Veranstaltungen auf das Thema Internetsicherheit aufmerksam. Mit einer besonderen Veranstaltung leistete mekonet, das Medienkompetenz-Netzwerk Nordrhein-Westfalen, in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) einen Beitrag zu diesem Aktionstag: Die Fachtagung "Intimität im Netz - Sexual- und Medienpädagogik zwischen jugendlicher Selbstbestimmung und Gefährdung" behandelte gestern das kontrovers diskutierte Thema Jugendsexualität und Internetnutzung im Bonner LVR-LandesMuseum.

Mehr als 120 Teilnehmende aus Schulen, Jugendeinrichtungen, Beratungsstellen, Polizeistellen und Hochschulen diskutierten über die Chancen und Risiken, die das Netz für die Bildung von Identitäten und Intimbeziehungen hat, über Pornografie und Jugendschutz und schließlich über die Frage, wie insbesondere die Medien- und Sexualpädagogik im digitalen Zeitalter angemessen auf die Herausforderungen antworten sollen.

Zu den Referent(inn)en gehörten der Sexualforscher Gunter Schmidt aus Hamburg, und die Medienpsychologin Nicola Döring, die in ihren Vorträgen ein differenziertes Bild von der sexualbezogenen Internetnutzung Jugendlicher zeichneten. Jugendliche, so Döring, sähen sexuell explizite Inhalte durchaus ambivalent, Verallgemeinerungen in der Diskussion um mögliche Risiken griffen daher oft zu kurz.

In vier Workshops stellten Wissenschaftler, Psychologen und Pädagogen aktuelle Erkenntnisse über Jugendsexualität und Internetnutzung vor, thematisierten Fragen des Jugendschutzes und präsentierten praktische Beispiele aus der Medien- und Sexualpädagogik. Begleitet wurde das Programm durch eine Ausstellung mit Projektständen.

Mehr Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie über das Projektbüro mekonet (Tel. +49 (0)2365 9404-48 oder per E-Mail info@mekonet.de) und im Internet unter: www.mekonet.de und http://www.mekonet.de/t3/index.php?id=98&tx_ttnews[tt_news]=629&tx_ttnews[backPid]=71&cHash=b748be9430

 

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