Digitalisierung und Medien / Jugendforschung

YOU Studie 2014: YouTube und Facebook dominieren die Social Media Nutzung bei Jugendlichen

Tablet und Smartphone in der Schule
Bild: woerterhexe / pixabay.com

Internet-Communitys und -Plattformen sind auch in Deutschland ein fester Bestandteil im Leben von Jugendlichen geworden. Dabei ist Facebook das bei den jungen Menschen am meisten favorisierte Netzwerk und YouTube das meist genutzte Online-Videoportal.

Das zeigt eine von einem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut durchgeführte Umfrage unter mehr als 1000 Besuchern auf der YOU Berlin 2014.

Knapp dreiviertel der Befragten nutzen demnach das Internet, um auf YouTube kostenlos Video-Clips anzusehen, zu bewerten oder selber Videos hochzuladen. Mit 72,4 Prozent der Befragten, die das Online-Videoportal als Hauptnutzungsgrund für das Internet angaben, sank die Zahl leicht zum Vorjahr (2013: 74,2 Prozent). Während das soziale Netzwerk Facebook seinen Sieger-Platz als meist besuchte Social Community erneut verteidigen konnte, weist die Zahl der Nutzer dennoch einen starken Einbruch vom Vorjahr mit 77 Prozent auf 62,8 Prozent in 2014 auf. Der Smartphone-Messenger-Dienst WhatsApp hat Facebook eindeutig in seinem Stellenwert als Kontaktkanal übertrumpft. 69,1 Prozent der Befragten gaben an, per WhatsApp mit ihren Freunden zu kommunizieren. Das sind rund doppelt so viele Nutzer wie 2013 (35,8 Prozent). Die sinkenden Nutzungszahlen bei SMS als Kommunikationsmedium mit nur noch 4,1 Prozent in diesem Jahr und elf Prozent im Vorjahr unterstreichen die wachsende Bedeutung der Social Media-Kanäle.

Die Vorliebe am Chatten oder E-Mail-Schreiben nimmt weiter ab. Gaben im letzten Jahr noch 35,2 Prozent der Befragten an, das Internet zum E-Mail-schreiben zu nutzen, waren es in diesem Jahr sogar nur noch unter 30 Prozent. Auch die Chat-Funktion wird nur noch von 56,8 Prozent genutzt und sinkt damit weiter in der Beliebtheit der jungen Zielgruppe (2013: 58,3 Prozent). Als Musikplattform konnte das Internet in seiner Beliebtheit weiter zulegen. 47,8 Prozent der Jugendlichen gaben an, das Internet zum Musik herunterladen bzw. hören zu nutzen (2013: 36,7 Prozent). Der Nutzen des Internets zur Schulrecherche wird nach wie vor geschätzt, büßt mit 29,1 Prozent aber ebenfalls weiter im Ergebnis ein (2013: 30,2 Prozent), ebenso die Vorliebe zum Filme anschauen. Waren es im Vorjahr noch 34 Prozent, so gaben 2014 nur noch 23,2 Prozent an, das Internet für diese Unterhaltungsform zu nutzen. Die Generation "Like it" ist bestens vernetzt und legt Wert auf Gemeinschaft und Austausch, schreibt jedoch lieber als miteinander zu sprechen. Die Anziehungskraft des heutigen Internets liegt für Jugendliche vor allem in seinem Potenzial als soziales Medium.

Quelle: Messe Berlin GmbH vom 18.07.2014

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