Digitalisierung und Medien / Jugendforschung

Studie: US-Teenies im SMS-Wahn

Smartphone
Bild: Cheon Fong Liew   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-SA 3.0

Teenager versenden und bekommen mehr Textnachrichten über ihre Mobiltelefone denn je zuvor.

Das geht aus einer neuen Studie des Pew Internet and American Life Project (http://pewinternet.org) hervor. Demnach betreiben 63 Prozent aller Jugendlichen in den USA täglich exzessiven Nachrichtenverkehr, inklusive Textaustausch mit den Eltern.

Kurznachrichten praktischer

"Jugendliche kommunizieren gerne über Textnachrichten, weil es oft praktischer ist", so Philipp Ikrath, Department-Hamburg-Leiter vom Institut für Jugendkulturforschung (http://jugendkultur.at), im Gespräch mit pressetext. "Sie können die Nachrichten sammeln, sich besser merken und auch an größere Verteiler schicken."

Jugendliche verschicken durchschnittlich 60 Kurznachrichten am Tag, während es 2009 noch 50 waren. Zudem zeigen sich vor allem 14- bis 17-Jährige sehr motiviert, wenn es darum geht, in ihre Handy-Tasten zu hauen: Diese kommen im Durchschnitt täglich auf 100 Nachrichten - das sind 40 Kurztexte mehr als im Jahr 2009.

Festnetz-Nutzung schwindet

"Mobilgeräte dominieren zunehmend das Kommunikationsleben von Teenagern", so Studienleiterin Amanda Lenhart. "Jugendliche ziehen das Texten auf ihren Telefonen dem Gebrauch von E-Mails, Instant Messaging sowie Anrufen immer mehr vor."

So telefonieren 26 Prozent der rund 800 Befragten täglich mit ihren Freunden mittels Mobiltelefon - 2009 taten dies noch 38 Prozent. Auch das Festnetz verschwindet immer mehr von der Bildfläche: Bloß 14 Prozent der Jugendlichen gaben an, täglich über das Festnetz zu kommunizieren, während 31 Prozent diese Kommunikationsform gar nicht erst in Erwägung ziehen.

Quelle: pressetext.redaktion

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