Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Schüler mit Hör-Handicap holen mit filmischen Facebook-Regeln Preis des Wiener Kulturministeriums

Screenshot aus dem preisgekrönten Film "Facebook-Regeln"
Bild: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Screenshot aus dem preisgekrönten Film "Facebook-Regeln"

"…and the winner is: Klasse 6/7g der Münsterlandschule des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)!" Die jungen Schülerinnen und Schüler der LWL-Förderschule für Hören und Kommunikation aus Münster haben beim "media literacy award" in der Kategorie Inklusion den ersten Platz gewonnen.

Der Wettbewerb wird jährlich vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur für die besten und innovativsten medienpädagogischen Projekte an europäischen Schulen ausgeschrieben.

In ihrem knapp vierminütigen Film klären die Jugendlichen über die Gefahren und Stolpersteine auf, die sich im sozialen Netzwerk für die Nutzer verstecken. In einer jugendgerechten Filmsprache erläutern sie selbst erstellte Regeln für den Umgang mit Facebook und Co: "Niemals Wohnadressen angeben; niemanden beleidigen" zum Beispiel.

Die Jury des "media literacy award" würdigte nicht nur die gute und allgemein zugängliche Internetaufbereitung des visuellen Leitfadens, sondern auch die medienpädagogische Auseinandersetzung der Jugendlichen mit den Medien Film und Internet. "Beeindruckt hat auch der Einsatz der Gebärdensprache ohne gekünstelte Dolmetschung, sondern als natürliche Alltagssprache der gehörlosen SchülerInnen", heißt es in der Begründung.

"Die Freude ist bei allen Beteiligten groß", sagt Schulleiterin Martina Wolff. Eine Abordnung der Schülerinnen und Schüler wird am Mittwoch, 7. November den Preis persönlich in Wien entgegennehmen. Darin sind die Jugendlichen mittlerweile geübt, denn bereits im Juni gewann die Münsterlandschule mit ihrem Facebook-Video den ersten Platz beim Kick-Förderpreis der Stadtwerke Münster.

Der Link zum Film: www.lwl.org/LWL/Der_LWL/PR/tv_audioservice/Filme_Jugend-Schule/facebook_film

Quelle: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 29.10.2012

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