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SCHAU HIN! gibt Eltern Tipps zum kindgerechten Umgang mit sozialen Netzwerken

Soziale Netzwerke sind bei Kindern beliebt, viele haben bereits ein Profil. Manche sogar in sozialen Netzwerken, für die sie noch viel zu jung sind. Oft können Kinder die Risiken sozialer Netzwerke noch nicht richtig einschätzen. Auch Eltern wissen häufig nicht, was ihre Kinder dort tun und welchen Risiken sie dort ausgesetzt sind. Im neuen SCHAU HIN! Themenschwerpunkt finden Eltern 10 Goldene Regeln zum Umgang mit sozialen Netzwerken sowie konkrete Tipps zu kindgerechten sozialen Netzwerken.

Die Anmeldung in einem sozialen Netzwerk ist schnell gemacht. Doch den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken müssen Kinder erst erlernen.

Für Kinder geeignet? Risiken sozialer Netzwerke
Soziale Netzwerke basieren auf der Preisgabe und dem Austausch von persönlichen Informationen. Die Betreiber kommerzieller sozialer Netzwerke haben oft ein ganz eigenes Interesse an den Daten ihrer Mitglieder: sie sind die Ware, mit der sie handeln. Soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook, FreundeVZ, Jappy oder Wer-kennt-wen sind für Kinder daher nicht geeignet.

Oft gehen Kinder zu freizügig mit persönlichen Daten um, und geben ihren echten Namen an oder laden private Fotos hoch. Sie glauben, ihr Profil sei geschützt. Doch meist sind ihre persönlichen Daten einsehbar- je nach Sicherheitseinstellung für das ganze Netzwerk oder gar für jede Internetnutzerin oder jeden Internetnutzer. SCHAU HIN! rät Eltern deshalb, mit ihren Kindern über die Bedeutung persönlicher Daten zu sprechen und ihnen Sicherheitsregeln zu vermitteln. Schon bei der Anmeldung sollten Eltern ihre Kinder begleiten, und darauf achten, dass diese nicht ihren echten Namen angeben.

Der sparsame Umgang mit persönlichen Daten ist wichtig, da es in sozialen Netzwerken sonst leicht zu problematischen oder gefährlichen Kontakten kommen kann. Auch Cybermobbing ist ein großes Problem. Denn insbesondere soziale Netzwerke bieten Mobbern eine öffentliche Plattform, auf der sie durch Kommentare, Bewertungen oder Nachrichten gezielt beleidigen oder beschimpfen können. Diese demütigenden Äußerungen können sich unter Umständen schnell verbreiten und lassen sich nur schwer entfernen.

In sozialen Netzwerken kontrollieren die Anbieter meist nicht die Inhalte, die Nutzerinnen und Nutzer dort einstellen. So können Kinder mit nicht kindgerechten Inhalten wie Gewalt, rechter Propaganda oder Pornografie konfrontiert werden. Eltern sollten daher gemeinsam mit ihren Kindern nach einer sicheren Alternative suchen.

Die sichere Alternative: Kindgerechte soziale Netzwerke
Kindgerechte soziale Netzwerke sind leicht zu bedienen und altersgerecht gestaltet. Sensible Daten wie Adresse, Telefonnummer oder Geburtstag werden grundsätzlich nicht veröffentlicht. Für die Anmeldung der Kinder ist die Erlaubnis der Eltern notwendig und interne Chatfunktionen werden durch eine Moderatorin oder einen Moderator begleitet, die/der notfalls in Diskussionen eingreifen kann. Auch das Hochladen von Fotos ist entweder nicht möglich oder hochgeladene Fotos werden durch den Anbieter vor Veröffentlichung überprüft. In kindgerechten Netzwerken gibt es eine leicht zu bedienende Alarm- und Melde-Option. Sollten Kinder sich belästigt fühlen, können sie dies melden und um Hilfe bitten.

Kindgerechte und sichere soziale Netzwerke sind beispielsweise www.seitenstark.de (ab 8 Jahren), www.tivi.de (ab 8 Jahren), www.kindernetz.de (ab 8 Jahren), www.knipsclub.de (ab 8 Jahren) oder www.mein-kika.de (ab 10 Jahren).

Weitere Tipps zum Umgang mit sozialen Internetnetzwerken sowie die 10 Goldenen Regeln finden Eltern unter www.schau-hin.info in der Rubrik Medienerziehung /“Soziale Netzwerke“. Wichtige Hinweise bietet auch der neue SCHAU HIN!-Flyer, der ab sofort unter www.schau-hin.info zum kostenlosen Download bereit steht.

Quelle: SCHAU HIN!

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