Digitalisierung und Medien

Mobile Gaming aus pädagogischer Sicht

Mädchen spazieren beim Geocaching
Bild: stux / pixabay.com

Mobile Gaming ist ein wichtiger Spieletrend, der aktuell durch Apps einen weiteren Schub erhält. Im Medienpädagogik-Praxisblog werden Neuheiten und innovative Spielkonzepte aus medienpädagogischer Sicht betrachtet und Kriterien zur pädagogischen Beurteilung von Apps benannt.

Wenn wir heute von Mobile Gaming sprechen, denken wir in erster Linie an Apps für Smartphones oder Tablets. Das verwundert nicht, denn mit den mobilen Endgeräten hat sich die Zahl der Bildschirme in den vergangenen Jahren praktisch verdoppelt. Genau betrachtet umfasst Mobile Gaming darüber hinaus sogar alle digitalen Spiele für internetfähige Mobiltelefone, Multimedia-Player oder E-Book-Reader, bezieht sich also auf Spiele-Apps für Geräte, die nicht primär als Spielplattform konzipiert sind und vermeintlich für andere Zwecke angeschafft werden. Gespielt wird auf diesen dennoch, so die Ergebnisse aus der Marktforschung, Tendenz steigend. Und das lassen sich die Gamer auch etwas kosten. Allein zwei Drittel der Ausgaben für mobile Downloads fließen in Spiele-Apps.

Seit einigen Jahren findet sich das Thema Mobile Gaming auch in der Fachliteratur. Hervorzuheben ist die Ortsungebundenheit des Spielens. Es wird zu Hause gespielt oder unterwegs, drinnen wie draußen. Mobile Gaming bietet hierbei mehr als die Spielformen für mobile Spielkonsolen, so genannten Handhelds, die schon um 1990 mit dem GameBoy erstmals ein weltweites Massenpublikum erreichten.

Handhelds wurden und werden speziell zu Spielzwecken entwickelt und angeschafft. Sie waren und sind in der Regel nur mit ihrer eigenen Produktfamilie kompatibel. Anders verhält es sich beim Mobile Gaming. Über die angebundenen Stores bieten mobile Endgeräte ein schier unbegrenztes Angebot auf einem globalen Spielemarkt. Mit ihrer Rechenleistung stehen sie den Handhelds dabei in nichts mehr nach. Mehr noch: in den vergangenen Jahren setzten Smartphones und Tablets mit Touchsteuerung, Bewegungssensoren, Kameratechnik und permanenter Internetverbindung inklusive GPS-Ortung eigene, neue Spieletrends. Ihre Popularität macht Mobile Games beziehungsweise Spiele-Apps zu einem wichtigen pädagogischen Thema.

Der Medienpädagogik-Praxisblog diskutiert ausgewählte Spielformen, ihre Faszinationsmomente sowie pädagogische Fragestellungen, die durch die Spieletrends aufgeworfen werden.

Zum Blog „Mutti hat gesagt, geh draußen spielen!“ Mobile Gaming aus pädagogischer Sicht

Quelle: Tobias Miller, Anne Sauer für medienpaedagogik-praxis.de

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