Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendpolitik

„Medienscouts“ zeigen sichere Wege im Internet

„Der verantwortungsbewusste Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet ist eine wichtige Bildungs- und Zukunftsaufgabe in Schule und Unterricht. Nur wer sich der Risiken bewusst ist, kann die großen Chancen des World Wide Web sinnvoll nutzen. Die Medienerziehung innerhalb von Schulen geht dabei mit der Aufklärung und Beratung außerhalb Hand in Hand, mit dem Ziel der ,mündigen Verbraucher'.“ Das unterstrichen die rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerin Margit Conrad und Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß heute bei der zentralen Landesveranstaltung zum Safer Internet Day 2010 im Kongresszentrum des ZDF in Mainz.

Mehr als 400 junge „Medienscouts“ aus 30 Schulen kamen hier zu einem Aktionstag zusammen. „Medienscouts“ sind Schülerinnen und Schüler, die ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aber auch Eltern und Lehrkräften ihr Expertenwissen im sicheren Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet vermitteln.

Die Teilnehmer des Landesaktionstages diskutierten Fragen der Sicherheit im Internet, des Verbraucherschutzes im Internethandel sowie des Datenschutzes vor allem in den so genannten „sozialen Netzwerken“ mit den beiden Politikerinnen sowie weiteren Expertinnen und Experten und hatten Gelegenheit, sich in zahlreichen Workshops weiterzubilden. In einer Talkrunde standen zudem die Mitglieder der „Landtags-Enquete-Kommission Verantwortung in der medialen Welt“ Marlies Kohnle-Gros und Renate Pepper sowie der Landesbeauftragte für den Datenschutz Edgar Wagner den Schülerinnen und Schülern zu diesen Themen Rede und Antwort.

„Medienkompetenz gehört zu den zentralen Kompetenzen in der Informations- und Wissensgesellschaft. Daher werden im Rahmen des 10-Punkte-Programms der Landesregierung ,Medienkompetenz macht Schule“ seit 2007 Schulen ganz gezielt bei der Vermittlung von Medienkompetenz unterstützt. Besonders freut mich, dass dabei auch junge Menschen als ,Medienscouts“ in den Schulen Verantwortung übernehmen und einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten, “ betonte Staatssekretärin Vera Reiß. Zu dem 10-Punkte-Programm, für das die Landesregierung bis 2011 insgesamt zehn Millionen Euro zusätzlich bereitstellt, gehörten neben der Ausstattung von über 400 Schulen mit Laptops und interaktiven Wandtafeln unter anderem auch die Ausbildung von Lehrkräften zu Jugendmedienschutzberaterinnen und -beratern, die Ausrichtung von Elternabenden zum sicheren Umgang mit Handy und Internet und eben die Schulung von Jugendlichen als „Medienscouts“.

„Das Internet bietet gerade jungen Menschen eine Fülle von Möglichkeiten: Informationen, Musik und Unterhaltung sind rund um die Uhr erreichbar. Schattenseiten wie Spam, Viren, Mobbing oder Abzocke werden dabei schnell übersehen. Der kritische Umgang mit den Medien muss gelernt werden“, stellte Verbraucherschutzministerin Margit Conrad fest. „Junge Verbraucherinnen und Verbraucher können selbst entscheidend zum sicheren Umgang mit dem Internet beitragen. Mit Workshops und Projekttagen an Schulen wollen wir zeigen, wie das möglich ist.“ Den jungen Nutzern empfiehlt sie: „Um Euch vor Mobbing oder Anmache zu schützen, solltet Ihr bewusst entscheiden, welche Daten für alle oder nur für Freunde sichtbar sein sollen. Soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit, einen Teil der Daten für Fremde unsichtbar zu machen. Auf der Webseite der Kampagne www.watchyourweb.de ist das Vorgehen genauer erklärt.“

Online-Spiele, Musiktauschbörsen und soziale Netzwerke sind Schwerpunkt der Workshops, Projekttage und Vorträge, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Jahr 2010 für Schulen anbietet. Verbraucherschutz- und Innenministerium tragen gemeinsam die Projektkosten von 156.000 Euro.

Weiterer Bestandteil des Projekts sind Fortbildungen, die sich im Jahr 2010 speziell an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendhäusern richten. Im November 2010 ist außerdem eine Veranstaltung für Lehrkräfte geplant. Unter telekommunikation(at)vz-rlp.de gibt es weitere Informationen. 

Weitere Informationen unter: www.watchyourweb.de

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

 

Info-Pool