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Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendpolitik

Jugendliche diskutieren mit internationalen Experten über die Gestaltung des Internets

Hand auf Computertastatur

Mehr als tausend internationale Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten letzte Woche auf dem EuroDIG in Berlin, dem „European Dialogue on Internet Governance“, über die Gestaltung des Internets. Auch das deutsche klicksafe Youth Panel war bei dem Diskussionsforum rund um Internetthemen vertreten.

Der EuroDIG fand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Auswärtigen Amt statt. Offizieller Gastgeber ist eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.

Der jährlich stattfindende EuroDIG ist der wichtigste Internetdialog auf europäischer Ebene. Zu den Teilnehmern zählen Vertreter des Europarats, des europäischen Parlaments, der europäischen Kommission und verschiedener europäischer Regierungen sowie Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft. In diesem Jahr sind zudem auch jugendliche Experten vom deutschen klicksafe Youth Panel bei dem Forum vertreten. In einem Workshop diskutieren sie mit internationalen Internetexperten wie John Carr (eNACSO), Sabine Frank (Google), Narine Khachatryan (Safer Internet Armenia) und Elizabeth Milovidov (Universität Cergy-Pontoise), moderiert von Jutta Croll (I-KiZ), über verschiedene Möglichkeiten, das Internet für Kinder und Jugendliche sicherer zu machen. Als Botschafter ihrer Generation bringen sie auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen eine jugendliche Perspektive in die internationalen Diskussionen rund um die künftige Gestaltung des Internets.

Auch beim diesjährigen Internet Governance Forum (IGF), das unter dem Mandat der Vereinten Nationen vom 2. bis 5. September in Istanbul stattfinden wird, werden Jugendliche in Workshops mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft über die Gestaltung des Internets diskutieren. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit wird klicksafe hier ebenfalls, gemeinsam mit I-KiZ und Google, eine Veranstaltung zu Zukunftsfragen des Netzes anbieten.

„Ich finde es wichtig, dass jugendliche Akteure gehört und sehr früh mit in die internationalen Diskussionen über die Zukunft des Netzes einbezogen werden“, betonte klicksafe-Sprecher Dr. Joachim Kind. „EuroDig und Internet Governance Forum (IGF) sind hier entscheidende Foren.“ Bereits Anfang dieser Woche war er mit dem Vortrag „Privacy and Education in the Digital Age“ auf einer Konferenz zur Zukunft des Datenschutzes („Future of Data Protection: Gone with the Wind?“) an der Bahcesehir und Bilgi University in Istanbul vertreten.

Die EU-Initiative klicksafe hat das Youth Panel im Jahr 2009 eingerichtet. 15- bis 17-jährige Jugendliche erarbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen Themen rund ums Netz aus ihrer Sicht und vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen. Zum einen bietet das Youth Panel klicksafe so die Möglichkeit in Erfahrung zu bringen, welche internetspezifischen Themen Jugendliche aktuell beschäftigen, welche Gefährdungspotentiale sie sehen und welche Probleme sie selbst als Problem bewerten. Die Ergebnisse fließen in die Erarbeitung von Unterrichts- und Informationsmaterialien ein. Darüber hinaus werden die Teilnehmer des Youth Panels geschult, um an ihren Schulen als Medienscouts tätig werden zu können.

Der EuroDIG 2014 fand am 12. und 13. Juni in Berlin unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Auswärtigen Amt Berlin statt. Offizieller Gastgeber ist eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. Eröffnet wird das Forum von Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im Safer Internet Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt.

klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programm der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

Quelle: Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen vom 13.06.2014