Digitalisierung und Medien / Jugendforschung

„JIMplus Nahaufnahmen 2011“ - Veröffentlichung der qualitativen Zusatzbefragung

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Bild: west.m   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0

Social Communities sind für Jugendliche ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens wie ein Originalzitat eines 15-jährigen Mädchens zeigt: „Man bleibt auf dem aktuellen Stand über Dinge, die die Gegend, Schule und Freunde angehen“. Dies sind Ergebnisse der qualitativen Zusatzbefragung „JIMplus Nahaufnahmen 2011“, die nun online publiziert wurde.

Im Alltag der deutschen Jugendlichen sind soziale Netzwerke allgegenwärtig, dabei schätzen die 12- bis 19-Jährigen vor allem die Vielfältigkeit dieser Angebote „Es macht Spaß und man kann da auch Spiele spielen und chatten“ und die kommunikativen Elemente „Ich kann mit Leuten aus der ganzen Welt schreiben – man bleibt in Kontakt“.

"Ein Tag ohne Community ist kein Weltuntergang"

Dennoch haben die meisten Jugendlichen kein Problem damit, einen Tag auf ihre Community zu verzichten: „Ein Tag ohne Community ist kein Weltuntergang“ sagt zum Beispiel ein 19- jähriger Junge. Social Communities sind für Jugendliche aber ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, so das Ergebnis der qualitativen Zusatzbefragung „JIMplus Nahaufnahmen 2011“.

Neben dem Internet werden in den „JIMplus Nahaufnahmen 2011“ auch traditionelle Medien wie das Radio oder die Tageszeitung näher beleuchtet. Das Radio ist für viele Jugendliche ein wichtiger täglicher Begleiter: „Radio gehört zu meinem Alltag. Man kriegt immer die Neuigkeiten mit beziehungsweise die Musik, die da läuft, ist auch gut und unterhaltend“. Die Tageszeitung wird für ihre Seriosität und Glaubwürdigkeit geschätzt: „Wenn die einmal gedruckt ist, kann man es nicht mehr ändern, also wird besser recherchiert“.

Hintergrundinformationen

„JIMplus Nahaufnahmen 2011“ ist eine qualitative Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (LFK, LMK), die in Zusammenarbeit mit der SWR-Medienforschung als qualitative Nachbefragung in Ergänzung zur JIM-Studie 2011 konzipiert wurde. 102 Befragte der JIM-Studie 2011 wurden einige Monate nach der Erstbefragung erneut telefonisch interviewt und zu Einstellungen und Hintergründen ihrer Mediennutzung befragt. In der Studiendokumentation werden ausgewählte Ergebnisse der JIM-Studie durch wörtliche Zitate untermauert, ergänzt und vertieft. Neben den Ansichten und Überzeugungen der befragten 12- bis 19-Jährigen wird auch deren medialer Alltag anhand von selbsterstellten fotografischen Dokumentationen abgebildet.

Die „JIMplus Nahaufnahmen 2011“ stehen unter www.mpfs.de zum Download zur Verfügung.

Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)

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