Digitalisierung und Medien / Jugendforschung

Jede fünfte Jugendliche Opfer von Cybermobbing

Jugendlicher am Computer

Ein schwaches Selbstvertrauen, Schäden der mentalen Gesundheit und schlechtere schulische Leistungen sind häufige Folgen von Cybermobbing. Dass das Problem noch immer nicht im Griff ist, zeigen die nach wie vor steigenden Zahlen an Betroffenen.

Die Bundesrepublik zählt international zu den Negativ-Spitzenreitern. Jedes fünfte deutsche Kind musste bereits Erfahrungen mit dem Phänomen machen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20110601027 ). Wie die Anglia Ruskin University (ARU)(http://www.anglia.ac.uk) zeigt, sind britische Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren in ähnlichem Ausmaß betroffen. Mädchen werden deutlich öfter Opfer der Attacken als Jungen.

Selbstachtung erschüttert

Hauptsächlich in Internet und Social Networks, zunehmend aber auch auf dem Mobiltelefon, starten Teenager ihre gegenseitigen Angriffe. In Wort und Bild lassen sie Beleidigungen aufeinander los, um andere Personen zu verletzen oder bloßzustellen. Schikanierende Videos und peinliche Fotos gelangen dabei häufig an die breite Öffentlichkeit. Insgesamt machten den Angaben nach auf diese Art bereits 18,4 Prozent der Jugendlichen schlechte Erfahrungen. Mit rund 69 Prozent waren die mit Abstand meisten gemobbten Kinder Mädchen. Sie sind auch öfter Zeugen der Angriffe auf andere und kennen häufiger Personen, die andere Kinder mobben.

Infolge der Attacken leidet das mentale und emotionale Wohlbefinden. Zu den verbreitetsten Auswirkungen von Cybermobbing zählt eine erschütterte Selbstachtung. Der ARU zufolge blieb mehr als ein Viertel der Opfer aufgrund der Vorfälle außerdem der Schule fern. Knapp 39 Prozent kappten soziale Kontakte. Hilfe von Außenstehenden sucht nach Mobbing-Angriffen weniger als die Hälfte der Betroffenen. Bei den Eltern herrscht angesichts der Problematik noch weitgehend Ratlosigkeit (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20110506012 ). Die Experten stellen aber klar, dass der Großteil der Online-Interaktionen von Jugendlichen neutral oder positiv ist.

Quelle: pressetext.redaktion